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Polizei trennt Fußballfans
Polizei trennt Fußballfans
17.10.2016 - 09:30 Uhr
Karlsruhe (red) - Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am Sonntagnachmittag rund um die Zweitligabegegnung zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg. Während der zweiten Spielhälfte zündeten Nürnberger Ultras in ihrem Block ganz erhebliche Mengen pyrotechnischer Gegenstände und provozierten laut Polizei die Heimfanszene.

Anhänger des Nürnberger Clubs verbrannten Rauchpulver und schossen Leuchtraketen in den Stadioninnenraum sowie in Richtung der KSC-Fans. Zudem brachten sie mehrere Knallkörper zur Detonation, worauf das Spiel für rund zehn Minuten unterbrochen wurde.

Ausgelöst durch die Provokationen und einem offenbar länger schwelenden Ultrakonflikt versuchten Personen der Karlsruher Problemfanszene im Stadioninneren gewaltsam in den Gästefanblock vorzudringen. Dies konnte jedoch durch den raschen Einsatz der Polizei verhindert werden.

Im weiteren Verlauf verließ eine rund 150-köpfige Karlsruher Ultragruppe das Stadion, um über die Eingänge Germania und Fasanengarten erneut zu den Nürnberger Rivalen vorzustoßen. Dabei wurde ein von Ordnern bewachtes Trenntor mit Brachialgewalt geöffnet und überwunden. Erneut konnte die Polizei ein weiteres Vordringen in den Gästefanbereich verhindern. Jedoch kamen auch in diesem Fall Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz.

Sowohl Karlsruher als auch Nürnberger Fans hatten sich vermummt sowie greifbare Gegenstände als Schlagwerkzeug ergriffen und suchten auch in der Nachspielphase die Konfrontation.

Durch konsequente Trennung der beiden Fanlager konnte die Polizei, die mit mehr als 300 Beamten im Einsatz war, eine direkte Auseinandersetzung zwischen Nürnberger und Karlsruher Anhänger verhindern. Schließlich verließen die mit 25 Bussen und weiteren Fahrzeugen angereisten etwa 2.500 Nürnberger Fans die Fächerstadt unter polizeilicher Begleitung. Dabei kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen.

Zwei Karlsruher Fans wurden im Zuge der Auseinandersetzung festgenommen. Mehrere Personen erlitten durch den Pfeffersprayeinsatz Augenreizungen. Die weiteren Ermittlungen zum Geschehen dauern an, heißt es in der Pressemeldung der Polizei abschließend.

Foto: ges

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