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Motorradfahrer stellt sich nach folgenschwerem Unfall
Motorradfahrer stellt sich nach folgenschwerem Unfall
22.11.2016 - 14:30 Uhr
Karlsruhe (red) - Ein Motorradfahrer hatte vergangenen Donnerstag seinen Beifahrer nach einem Sturz mit lebensgefährlichen Verletzungen zurückgelassen. Unter dem Druck der Ermittlungen hat sich der 26-Jährige nun bei der Polizei gemeldet.

Gegenüber den Beamten räumte der Motorradfahrer ein, am späten Donnerstagabend an der Ecke Adenauerring und Willy-Brandt-Allee einen folgenschweren Unfall verursacht zu haben. Wie berichtet, hatte der Fahrer beim Abbiegen zu stark beschleunigt, woraufhin der 18-jährige Beifahrer von der Maschine fiel. Beim Sturz zog er sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Während der junge Mann von den alarmierten Rettungskräften ins Krankenhaus eingeliefert und noch in der Nacht notoperiert wurde, fehlte von dem Zweiradfahrer zunächst jede Spur.

"Durch intensive Ermittlungen konnten die Beamten der Verkehrspolizei am Folgetag feststellen, dass es sich bei dem Motorrad um eine 172 PS starke japanische Maschine handelt, die im Bereich Karlsruhe nicht weniger als 117 Mal zugelassen ist", berichtet die Polizei von ihrer Arbeit. Nach und nach konnten die Polizisten dann den Kreis der Verdächtigen auf 32 einengen. Schließlich sind sie auf einen Halter gestoßen, der seine Maschine an den 26-Jährigen verliehen hatte.

Zwar war der junge Mann zunächst nicht anzutreffen; doch stellte er sich schließlich am Montag den Behörden. Der Beschuldigte legte ein umfassendes Geständnis ab und räumte dabei auch ein, dass er das Motorrad inzwischen in Einzelteile zerlegt und versteckt hatte. Er ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und wird sich nun wegen einer ganzen Reihe von Delikten strafrechtlich verantworten müssen.

Unterdessen hat sich der Zustand des 18-Jährigen zwar stabilisiert. Doch ist nach Auskunft der behandelnden Krankenhausärzte nach wie vor von Lebensgefahr auszugehen.

Symbolfoto: av

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