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Toiletten schweben in Rastatt ein
So sehen sie also aus, die WC-Kabinen, die unmissverständlich zeigen, dass hier die Stadt, und nicht etwa die Bahn, Verantwortung übernimmt.  Foto: F. Vetter
26.11.2016 - 15:58 Uhr
Not(durft) und Erlösung am Bahnhof

Rastatt (dm) - Vom Himmel hoch, da komm ich her... Nicht nur universelle, sondern ganz spezielle Erlösung wird rechtzeitig zu Weihnachten am Bahnhof Rastatt versprochen. Am Freitag schwebten per Kran die Toilettenanlagen ein, die es künftig Bahnkunden sowie anderen Rastattern und Besuchern ermöglichen, sich dort von gewissen Lasten zu erleichtern. Sehnlichst wurde die Ankunft (Lateinisch: Advent) ja erwartet - fünfeinhalb Jahre (!) immerhin herrschte das Dunkel an jenem Ort, nachdem die Bahn das bisherige Örtchen im März 2011 per Handstreich geschlossen und damit den suchenden Menschen die Möglichkeit zur Erlösung schlicht und einfach verweigert hat.

Jetzt wird es endlich Licht, ein Himmelsgeschenk ist's natürlich trotzdem nicht, das da gestern angeflogen kam. Die Erlösung kostet immerhin mehr als eine halbe Million Euro. Und zwar nicht die Bahn, die sich hier schnöde heraushält, sondern die Stadt Rastatt und ihren Gemeinderat, die deshalb zähneknirschend die Sache in die Hand genommen haben und entsprechende Nächstenliebe walten lassen.

Kein Wunder aber auch, wenn sich in diesem Zuge mithin unchristlicher Zorn Wege bahnt - wiederum auf die Bahn nämlich, deren aktuelle Pläne eine Erhöhung des städtischen Anteils an Sanierung und barrierefreiem Umbau ihres Bahnhofs von 1,1 Millionen auf 3,9 Millionen Euro vorsehen. So viele Lasten auf sich zu nehmen, sieht sich die Ratsmehrheit dann doch nicht in der Lage. Ob die Bahn dennoch in die Rolle des Erlösers schlüpft? Das wiederum wäre wirklich ein Wunder. In diesem Sinne wird der Bahnhof wohl noch lange notdürftig bleiben. Daniel Melcher

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