https://megashop.brotz.de/polstermoebel/polstergarnituren/
G-20-Treffen startet: Der Ticker
17.03.2017 - 15:01 Uhr
Baden-Baden (red/lsw) - Am Donnerstag sind die meisten Teilnehmer der G-20-Delgationen in Baden-Baden eingetroffen. Am heutigen Freitag hat die Tagung der Finanzminister und Notenbankchefs mit einem nichtöffentlichen Symposium im Kurhaus begonnen.

Schäuble optmistisch

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht noch viel Arbeit vor sich, am Wochenende zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung der G20 zu kommen. Es gebe in sensiblen Bereichen noch verschiedene Formulierungen, die man noch miteinander abstimmen müsse, sagte Schäuble am Freitagmittag im Kurhaus Baden-Baden bei einem exklusiven Pressetermin. Er sei aber zuversichtlich, dass das gelinge. Denn alle Partner, darunter auch die neue US-Administration, wüssten, dass man nur gemeinsam die Weltwirtschaft stabil halten könne.

1.800 Gäste in der Stadt

Laut dem städtischen Pressesprecher Roland Seiter sind 61 Delegationen aus 32 Ländern angereist. In Baden-Baden wollen die Finanzminister und Notenbankchefs der 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie der EU bis Samstag über die Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft sprechen. Insgesamt hat sich die Stadt auf 1.800 Gäste aus aller Welt eingestellt. Verschiedene Gruppen haben Proteste angekündigt.

Demonstrationen und Aktionen

Am Samstag soll es eine Demonstration mit rund 1.000 Teilnehmern geben. Auch am Freitag gibt es mehrere Kundgebungen und Aktionen (Details im Dossier zum G-20-Treffen). Am Rande des Treffens haben Mitglieder des globalisierungskritischen Netzwerks Attac am Freitagvormittag eine andere Steuerpolitik gefordert. Steuervermeidung und Steuerflucht müssten beendet werden, diese seien Hauptgründe für Haushaltsdefizite und Verschuldung von Staaten, sagte der Sprecher von Attac Frankreich, Dominique Plihon. Der EU-Abgeordnete Sven Giegold (Grüne) forderte eine Berichtspflicht für Unternehmen über ihre Steuerzahlungen und Transparenz über die Verhandlungen der G20. Mit einer szenischen Darbietung wiesen Attac-Aktivisten vor dem Festspielhaus auf das Problem der Steuervermeidung und deren Folgen hin. Das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und das Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor forderten Erleichterungen für hoch verschuldete Staaten. So müsse die Möglichkeit für faire Insolvenzverfahren für überschuldete Staaten geschaffen werden. "Sonst besteht die Gefahr, dass sie nicht in der Lage sind, Armut zu überwinden", sagte Klaus Schilder von Misereor.
Die Gegner der G20-Politik nutzten das Treffen und die große Medienaufmerksamkeit in der Kur- und Bäderstadt, um mit Aktionen und Transparenten auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Für den späten Freitagnachmittag war außerdem ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, und dem Evangelischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh geplant.

Polizei zieht positive Zwischenbilanz

Nach ihrem zweiten Einsatztag und dem ersten Tag des G-20-Treffens hat die Polizei am frühen Freitagabend eine positive Zwischenbilanz gezogen: "Alle angemeldeten und durchgeführten demonstrativen Aktionen verliefen vollkommen friedlich und reibungslos. Die Eindrücke des Vortages setzten sich auch heute fort    rund um die eingerichteten Sperrstellen überwog eine freundliche und entspannte Atmosphäre. Für den morgigen Samstag erhoffen sich die aus ganz Baden-Württemberg und den benachbarten Bundesländern angereisten Polizisten einen ebenso friedlichen und entspannten Einsatzverlauf", heißt es in der Pressemitteilung. Am Freitag waren in der Innenstadt relativ wenige Menschen unterwegs. Auch im Straßenverkehr kam es - abgesehen von Sperrungen und Beschränkungen - zu keinen Beeinträchtigungen.


Eintrag ins Goldene Buch

Am Mittag trugen sich die Teilnehmer im Brenners Park-Hotel in das Goldene Buch der Stadt ein. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble traf dabei auch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne).

Kunstprojekt im Museum Frieder Burda

Nicht nur Zahlen, sondern auch ein Kunstprojekt zog die Aufmerksamkeit der Tagungsmitglieder auf sich. Im Museum Frieder Burda wurde am Freitagnachmittag das Projekt "global stone garden" im Beisein des österreichischen Künstlers Ernst Handl im Museum Frieder Burda eröffnet. Auch 30 Schüler der Realschule und der Werkrealschule Lichtental haben an der Aktion teilgenommen und Steine mit bunten Motiven bemalt. Zudem haben sich die Delegationsteilnehmer und Polizeibeamte kreativ betätigt. Am Ende sollte die Stahlkonstruktion rund 1.000 Flusskiesel fassen. Während am Freitagdie Öffentlichkeit ausgeschlossen blieb, haben Interessierte am Sonntag die Möglichkeit, das Kunstwerk aus der Nähe anzuschauen. Wenn die Delegationen am Samstag ihre Zelte in der Kurstadt abbrechen, bleibt das Kunstprojekt für die Baden-Badener noch länger zu besichtigen – und zwar im Innenhof des Rathauses.


OECD mahnt mehr Reformen an

Die Industrieländerorganisation OECD hat die Staatengemeinschaft zu mehr Reformen für Wachstum und Beschäftigung aufgerufen. "Die Regierungen können es sich nicht leisten, in ihren Reformanstrengungen nachzulassen, wenn sie die anhaltende Wachstumsschwäche, mit der sich viele von ihnen konfrontiert sehen, überwinden ... wollen", mahnte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag vor dem Treffen der G20-Finanzminister. Nur so könne sichergestellt werden, dass die überwiegende Mehrheit der Bürger vom Wachstum profitieren könne.


Drohne beschlagnahmt

Am Donnerstagabend beschlagnahmte die Polizei eine Drohne, die über der Innenstadt gesichtet worden war. Vom Boden und aus der Luft begannen Polizeistreifen und eine Hubschrauberbesatzung sofort mit der Suche nach dem Fluggerät. Nur wenige Minuten später landete die Drohne im Bereich der Gernsbacher Straße. Die Polizei war zur Stelle und beschlagnahmte den Drehflügler. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen, die am Donnerstagabend noch im Gange waren, wie die Polizei mitteilte. Den Angaben zufolge gehörte das Gerät einem Privatmann. Bis Samstagabend um 20 Uhr gilt ein Verbot für entsprechende Fluggeräte.

Die Stadt, die sich gemeinsam mit mehreren traditionsreichen europäischen Kur- und Badeorten um die Aufnahme in die Welterbeliste der Unesco bemüht, erhofft sich von der Großveranstaltung einen weltweiten Imagegewinn. Auch finanziell rechne sich das für die Stadt. Baden-Baden müsse rund 800.000 Euro ausgeben, etwa für den Rettungsdienst, für Verpflegung oder das Aufstellen von Schildern. Der Werbewert betrage aber mehrere Millionen Euro, betonte Mergen.

 

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Stuttgart
Wenn Autos in Gesichtern lesen können

28.03.2017 - 00:00 Uhr
Wenn das Auto intelligent wird
Stuttgart (red) - Künstliche Intelligenz (KI) im Auto beschäftigt die gesamte Branche - am Montag diskutierten hochrangige Automanager das Thema bei einem Kongress der Zeitschrift "Auto Motor Sport" in Stuttgart. Der KI kommt beim autonomen Fahren eine wichtige Rolle zu (Foto: dpa). »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Ehrungen (von links): Stefan Steinel, Felizitas Blödt, Tirza Velten, Angelika Mathony und Kreisvorsitzender Felix Brenneisen.  Foto:  Nickweiler

28.03.2017 - 00:00 Uhr
Neue Mitstreiter für Jugendrotkreuz
Baden-Baden (red) - Erfreuliche Nachrichten vom DRK-Ortsverein Rebland. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde bekannt, dass das Jugendrotkreuz im Laufe des vergangenen Jahres neue Mitstreiter verzeichnen konnte. Die Zahl stieg von fünf auf 14 Personen an (Foto: cn). »-Mehr
Bühl
--mediatextglobal-- Psychologischer Notdienst: Das Notfallkrisenteam ehrt Mitglieder, die seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv sind. Foto: nkt

28.03.2017 - 00:00 Uhr
Hilfe für Menschen in Notlagen
Bühl (red) - Das Notfallkrisenteam (NKT) ist 2016 von der Integrierten Leitstelle zu 72 Einsätzen gerufen worden. In 20 dieser Fälle war der Beistand für Menschen in Notlagen nachts erfolgt. Seine 24-Stunden-Bereitschaft hat das NKT von zwei auf drei Schichten umgestellt (Foto: nkt). »-Mehr
Bühl
--mediatextglobal-- Generationenübergreifende Begegnungsstätte: Eine Gruppe von Weitenungern entwickelt Ideen, wie das Bürgerzentrum mit Leben erfüllt werden kann. Foto: Archiv

27.03.2017 - 00:00 Uhr
Bürgerrat in den Startlöchern
Bühl (efi) - Mit der Bildung des Bürgerrats ist in Weitenung ein entscheidender Schritt im Prozess der Bürgerbeteiligung gelungen. 15 Personen haben sich bereit erklärt, sich Gedanken über das Bürgerzentrum zu machen und Ideen für wichtige Zukunftsthemen zu entwickeln (Foto: av). »-Mehr
Gaggenau
--mediatextglobal-- Spaß für Groß und Klein: Der Unimog ist nicht nur bei seinen langjährigen Fans beliebt, auch der Nachwuchs übt schon kräftig für spätere Zeiten. Foto: Borscheid

27.03.2017 - 00:00 Uhr
All(t)es was fährt rund ums Museum
Gaggenau (hap) - Im Rahmen der Winterausstellung zur Automobilgeschichte im Murgtal hatte das Unimog-Museum Besitzer alter Autos, Motorräder, Unimogs oder Traktoren zu einem Treffen eingeladen. Bei herrlichem Wetter kamen am Sonntag Scharen von Oldtimer-Freunden (Foto: bor). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Mehr als ein Drittel der 40- bis 55-jährigen Bundesbürger geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus. Sorgen Sie über die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung hinaus vor?

Ja.
Nein, ich will heute gut leben.
Nein, das kann ich mir nicht leisten.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


Online-Beilagen
Octomedia Rastatt gültig ab 22.03.2017

Octomedia


Rastatt

gültig ab:
22.03.2017

© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen