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Keine Chance für Fahrrad-Diebe
Keine Chance für Fahrrad-Diebe
19.04.2017 - 07:33 Uhr
Stuttgart (red) - Im Frühling locken die ersten warmen Sonnenstrahlen ins Freie und auf die Drahtesel. Doch Vorsicht: Wer sein Fahrrad abstellt, um beispielsweise eine Pause zu machen, der sollte Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit kein Langfinger zuschlägt und das Fahrrad mitnimmt. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gibt hierzu einige Tipps.

Fahrrad-Diebe sind sehr aktiv

In den vergangenen sieben Jahren lag die Zahl der von der Polizei registrierten Fahrrad-Diebstähle immer über 300.000 Fällen. Besonders beliebt bei den Langfingern sind große Abstellplätze, zum Beispiel an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Erste Wahl: Ein massives Fahrrad-Schloss

Um sich vor einem Fahrrad-Diebstahl zu schützen, helfen bereits einfache Mittel: "Es empfiehlt sich, ein massives Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschloss zu verwenden, das groß genug ist, um das Fahrrad an einem festen Gegenstand, wie etwa einem Fahrradständer, anzuschließen", erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reiche als Schutz vor Dieben nicht aus, diese könnten blockierte Räder mühelos wegtragen oder verladen, so Klotter weiter. Einschlägige Fachzeitschriften informieren darüber, welche Schlösser ihren Zweck erfüllen, ebenso Mitarbeiter in (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen oder Fahrradgeschäften.

Fahrräder individuell kennzeichnen

Um ein wiedergefundenes Fahrrad seinem rechtmäßigen Besitzer zuordnen zu können, muss dieses Rad zweifelsfrei identifizierbar sein. Hierzu dient die individuelle Rahmennummer. Diese ist bei vielen in Deutschland verkauften Fahrrädern in den Rahmen eingraviert. Hat das Fahrrad keine Rahmennummer, sollte der Radbesitzer oder ein Fachmann eine individuelle Kennzeichnung anbringen. Die Polizei empfiehlt eine Fahrradcodierung (mit Kfz-Kennzeichen, Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen). Die Fahrradcodierung lässt sich anhand der amtlichen Schlüsselzahlen von Fundämtern und Polizeidienststellen leicht entschlüsseln. Selbst wenn ein Fahrrad nicht in den polizeilichen Fahndungsdateien erfasst ist, führt die Fahrradcodierung zumindest zur Wohnanschrift des Eigentümers. Wo Fahrradbesitzer ihr Fahrrad codieren lassen können, erfahren sie im Fachhandel.

Fahrrad-Daten in Fahrradpass festhalten

Wichtig ist, die individuellen Fahrrad-Daten in einem Fahrradpass festzuhalten. Mit den Daten kann die Polizei gestohlene Fahrräder zweifelsfrei identifizieren und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig machen. Im Fahrradpass sind neben Rahmennummer und Codierung auch Name und Anschrift des Radbesitzers notiert. Viele Fachhändler stellen beim Fahrradkauf automatisch einen Fahrradpass aus. Andernfalls sollten die Käufer gezielt danach fragen, rät die Polizei. Den vollständig ausgefüllten Fahrradpass, mit einem Foto des Fahrrads versehen, sollten sie sicher aufbewahren.

Kostenlose Fahrradpass-App

Wer im Besitz eines Smartphones ist, kann die kostenlose Fahrradpass-App der Polizei für iPhones und Android-Smartphones nutzen. Sämtliche für die Identifizierung wichtigen Fahrrad-Daten können mit der App problemlos gespeichert werden. Darüber hinaus lassen sich über die App die Angaben mehrerer Fahrräder verwalten. Zudem können die Daten ausgedruckt oder per E-Mail verschickt werden, um sie bei Bedarf sofort an die Polizei beziehungsweise den Versicherer weiterleiten zu können.

Mehr Tipps, wie Fahrradbesitzer ihren Drahtesel vor Dieben schützen können, sowie einen polizeilichen Fahrradpass enthält das Faltblatt "Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?". Das Faltblatt kann mit folgendem Link heruntergeladen werden:

www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/25.html

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