Eisdecke noch zu dünn

Eisdecke noch zu dünn

Baden-Baden (red) - Eisige Temperaturen locken im Winter viele Menschen, vor allem Kinder, auf zugefrorene Teiche und Gewässer. Doch das birgt Gefahren. Die Feuerwehr rät, beim Betreten von Eisflächen besondere Vorsicht walten zu lassen, denn noch ist das Eis nicht stark genug.

"Besonders gefährdet sind Kinder. Leicht überschätzen sie die oft noch viel zu dünne Eisdecke. Auch wenn in Ufernähe das Eis fest erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen. Bricht das Eis weg, fällt man unweigerlich ins Wasser. Die Folge ist eine lebensgefährliche Unterkühlung", warnt Friedrich Tannenberg, stellvertretender Kommandant der Baden-Badener Feuerwehr. "Erwachsene sollten deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und die Eisflächen erst dann betreten, wenn über mehrere Wochen Dauerfrost herrscht. Eltern müssen ihre Kinder auf die tödliche Gefahr hinweisen."

Wichtig: Das Eis sollte mindestens eine Stärke von 15 Zentimetern haben. Das Betreten von Eisflächen, die dunkle Stellen oder Risse aufweisen, ist lebensgefährlich. Auch Menschenansammlungen auf dem Eis, wie etwa beim Schlittschuhlaufen, sind wegen der Gefahr der Überlastung ebenso lebensgefährlich. Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser an die Oberfläche tritt, sollte die Eisfläche keinesfalls betreten werden. Wer sich bereits auf dem Eis befindet, sollte sich flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und zum Ufer robben.

Sollte eine Person im Eis eingebrochen sein, sind sofort die Feuerwehr und der Rettungsdienst über den Notruf 112 zu verständigen. Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Die Eisfläche darf nur mit einer breitflächigen Unterlage, beispielsweise mit einer Leiter oder Brettern, betreten werden, um das Gewicht zu verteilen.

Gerettete Personen sollte man nicht herumlaufen lassen, sondern, wenn möglich, in warme Decken hüllen, rät die Feuerwehr.

Symbolfoto: dpa

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