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Es geht nicht nur um den Kirchturm
Eine von mehreren offenen Baustellen: Das Gebäude der Johanneskirche mit ihrem markanten Kirchturm. Foto: av/Jahn
05.04.2016 - 00:00 Uhr
Von Elke Rohwer

Gaggenau - Die "Außenbezirke" Ottenau, Rotenfels, Oberweier, Hörden, Michelbach, Freiolsheim, Sulzbach und Selbach sollen in zwei Gebiete eingeteilt werden. Bei der Gemeindeversammlung der Johannesgemeinde informierte Pfarrer Ralf Velimsky mit Wolfgang Breihofer vom Ältestenkreis die rund 60 Anwesenden über die Ergebnisse der Klausurtagung des Kirchengemeinderats.

Die Klausur hatte Anfang März im Bühler Kloster "Maria Hilf" stattgefunden. Die Teilnehmer hatten dabei eine Vision entwickelt, wie die evangelische Kirchengemeinde Gaggenau im Jahr 2023 aussehen könnte. Gleichzeitig wurde eine Vorgehensweise erarbeitet, wie man aus drei Gemeinden eine Pfarrgemeinde machen könnte, die von zwei Geistlichen geleitet wird. Wichtig sei allen Teilnehmern gewesen, so Velimsky, dass alle Bereiche der Gemeinden in den Prozess mit einbezogen werden.

Mit der beschlossenen Veräußerung von Grundstücken und Immobilien der Johannes- und Lukasgemeinden sowie des Gemeindehauses der Markuskirche und der Fusion der drei Gemeinden soll die Gründung einer zentralen Kirche am Ort der heutigen Markuskirche einher gehen (wir berichteten). In dieser Kirche sollen die Gottesdienste im rollierenden Verfahren durch die zwei evangelischen Geistlichen und durch Gastprediger gestaltet werden. Dazu kommen für die Pfarrer unter anderem die Schülergottesdienste, die Gottesdienste in der Radfahrerkirche, in den Altenheimen sowie in der Fachklinik Fischerhaus. Die "Außenbezirke" Ottenau, Rotenfels, Oberweier, Hörden, Michelbach, Freiolsheim, Sulzbach und Selbach sollen in zwei Gebiete eingeteilt werden.

Die Aufteilung und Zuständigkeit seitens der Pfarrer ist noch offen. Die Verwaltung des evangelischen Gemeindelebens in Gaggenau soll im neuen Gemeindehaus bei der heutigen Markusgemeinde untergebracht werden. Im Verlauf der Diskussion während der Gemeindeversammlung wurde deutlich, dass sich viele der Anwesenden künftig regelmäßig Versammlungen der Gesamtgemeinde wünschen, statt wie angedacht, nur eine pro Jahr.

Offen sind im Bereich Religionspädagogik die Konzepte für den Konfirmandenunterricht, die Kindergärten und Schulen, so Wolfgang Breihofer. Auch die Organisation der evangelischen Gruppen wie zum Beispiel dem Frauen- und Seniorenkreis sowie den Ministranten müsse noch geklärt werden. Im Bereich Kirchenmusik gibt es ebenfalls noch wenig Greifbares, mit Ausnahme der Tatsache, dass Kantor Walter Bradneck 2019 in Ruhestand gehen wird.

"Es gibt eine lange Liste an offenen Themen"

"Vieles ist noch nicht fertig geplant. In einer gemeinsamen neuen Gemeinde werden sich neue Möglichkeiten auftun, hier sind Sie zur Mitarbeit eingeladen", betonte Dekan Thomas Jammerthal. Gemeindemitglied Hans-Jürgen Babbick, der bei der Gemeindeversammlung als Moderator wirkte, ergänzte: "Wir wissen nicht, wann in Johannes der letzte Gottesdienst sein wird. Wir wissen nicht, wer die Kirchenimmobilie übernimmt. Es gibt eine lange Liste an offenen Themen. Für mich steht jetzt ganz oben auf der Agenda die Erstellung eines Wertgutachtens für die Reihenfolge der Grundstück- und Gebäudeveräußerungen, das Planen der Verkäufe mit einem Baureferenten des Oberkirchenrats sowie der Neubau eines Gemeindehauses und der Umbau der Markuskirche."

Man solle die Kirchengemeinderäte, die vor wichtigen Entscheidungen stehen, stärken und beraten, appellierte Babbick.

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