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"Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt"
'Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt'
06.10.2016 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - An der Grundschule Staufenberg könnte ab dem Schuljahr 2017/2018 eine zusätzliche Begabtenförderung angeboten werden. Auf Initiative von Grundschulleiterin Stephanie Hinkelmann bewirbt sich die Bildungseinrichtung neben vier weiteren aus dem Schulamtsbezirk Rastatt als Standort für eine sogenannte Hector-Kinderakademie.

Dabei handelt es sich um ein freiwilliges, zusätzliches Angebot zur Hochbegabtenförderung für Grundschulkinder mit dem Ziel einer ganzheitlichen Förderung. Dies geschieht durch einen Einstieg in neue und die Vertiefung bereits vorhandener Wissensgebiete sowie durch die Entdeckung und den Ausbau persönlicher Begabungsschwerpunkte. Darüber hinaus sollen die Schüler zu selbstständigem und entdeckendem Arbeiten angeregt und ihre Sozialkompetenz gefördert werden. Die Hector-Kinderakademien wollen soziale und intellektuelle Herausforderungen schaffen, begabte Kinder und Jugendliche miteinander in Kontakt bringen und deren Interessen und Kenntnisse erweitern.

Sollte Staufenberg den Zuschlag erhalten, wäre dies laut Hinkelmann "ein Alleinstellungsmerkmal für die Schule und für die Stadt Gernsbach". Die geschäftsführende Schulleiterin der Gernsbacher Schulen sei "guter Dinge", dass es klappt mit der Hector-Kinderakademie. Dafür habe sie bereits externe Dozenten gesucht und gefunden, die den Unterricht mitgestalten würden. Dieser findet nachmittags, samstags und in den Ferien statt, damit auch Ganztagsschüler daran teilnehmen können. Die Teilnahme an den Kursen ist bis auf die Materialkosten für die Kinder kostenlos. Die Kurse werden in den Gernsbacher Schulen, insbesondere in der Grundschule Staufenberg, aber auch in Schulen der Stadt Gaggenau oder außerhalb von Schulen bei den Dozenten abgehalten.

Angebot für Schüler aus gesamtem Murgtal

Das Angebot richte sich nicht nur an Staufenberger Kinder, sondern stehe Grundschülern aus dem ganzen Murgtal offen. Erweitert man die Zielgruppe der Hochbegabten um die gut begabten Kinder, sei von einem Anteil von rund zehn Prozent eines Jahrgangs auszugehen, für die eine solche zusätzliche Förderung infrage komme, erklärt Hinkelmann im BT-Gespräch.

In Baden-Württemberg bestehen derzeit 58 Hector-Kinderakademien mit unterschiedlichen Förderungsmaßnahmen und Bildungs- angeboten. Bisher wurden seitens des Kultusministeriums bei Vorliegen einer entsprechenden pädagogischen Konzeption eine geringe Anschubfinanzierung und zwei Anrechnungsstunden für eine geschäftsführende Lehrkraft (in Staufenberg wäre dies Stephanie Hinkelmann) für die Dauer von zwei Schuljahren zur Verfügung gestellt. Die Kommunen stellen Klassenräume zur Verfügung und finanzieren einzelne Projekte mit. Auch die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren ist möglich.

Besonderes Augenmerk wird bei den Hector-Akademien auf die sogenannten MINT-Fächer gelegt. Das ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienfächern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Studien haben gezeigt, erklärt Hinkelmann, dass Kinder im Grundschulalter für diese Themen noch sehr stark zu interessieren und begeistern seien - mit steigendem Alter nehme dies aber zusehends ab.

Das Konzept für die Hector-Akademie in Staufenberg stellt Stephanie Hinkelmann am kommenden Montag im Gernsbacher Gemeinderat vor (Sitzungsbeginn ist um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses). Dieser muss der Bewerbung grünes Licht geben, ehe der Prozess in Gang kommt. Die Finanzierung erfolgt über eine Fördersumme von 50000 Euro pro Jahr für die Durchführung der Förderkurse, für Materialien, die angeschafft werden müssen, die Organisation und die Verwaltungstätigkeiten der geschäftsführenden Schulleiterin und zusätzlicher Sekretariatsstunden. Eine Homepage wird ebenfalls eingerichtet. Der Antrag auf Einrichtung einer Hector-Kinderakademie ist noch vor den Herbstferien beim Schulamt einzureichen.

www.hector-stiftung.de

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