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In den USA beruflich und persönlich gereift
Larissa Schiel posiert vor der Golden Gate Bridge in San Francisco - eine Station auf ihrer Tour durch die USA und Kanada. Foto: pr
05.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Gernsbach - Als Stipendiatin des Deutschen Bundestags hat Larissa Schiel ein Jahr in den USA in einer Gastfamilie verbracht. Mit Erfolg hatte sich die Gernsbacherin dem harten Auswahlverfahren gestellt. Seit einigen Wochen ist sie wieder zurück in Deutschland - und hat viel zu erzählen.

Schiel war Teilnehmerin des 32. Parlamentarischen Patenschaftsprogramms. Rund ein Jahr lebte die Deutsche bei einer Gastfamilie in Charlotte, in North Carolina. Am Central Piedmont Community College absolvierte sie ein sechsmonatiges Semester, studierte dort internationales Business, Principles of Marketing und Yoga. Im Language Lab (Sprachlabor) des Colleges arbeitete Larissa Schiel zwei Semester lang mit Studenten, die Deutsch und Englisch studieren. Mit ihnen paukte sie Vokabeln oder schaute nach den Hausaufgaben.

Wenn die ausgebildete Bürokauffrau an ihre Zeit in den USA denkt, kommt sie regelrecht ins Schwärmen. "Ich wollte schon immer in die USA reisen", sagt Schiel im BT-Gespräch. Auch dort für längere Zeit zu leben, kann sie sich nach wie vor vorstellen - nur nicht für immer.

Von dem Patenschaftsprogramm hörte sie von einer ehemaligen Auszubildenden ihres Ausbildungsbetriebs Mercedes-Benz. "Ich habe mich noch am gleichen Tag beworben, denn ich habe für mich gute Chancen gesehen, auf diesem Weg die USA kennenzulernen."

Berufliche Heimat der in Scheuern lebenden 19-Jährigen war drei Jahre lang Mercedes-Benz. Dort absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Daneben besuchte sie die Abendschule, die sie mit der Fachhochschulreife abschloss. "Es war wirklich ein tolles Jahr. Ich habe viele Abenteuer erlebt", blickt die Scheuernerin zurück. Ihr Pate während dieser Zeit war der Bundestagsabgeordnete Kai Whittacker (CDU).

"Ich wurde von meiner Gastfamilie super aufgenommen", schildert Schiel ihre Ankunft in dem für sie fremden Land. "Ich hatte ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad. Es wurden Ausflüge gemacht." Interessant fand sie die Konstellation ihrer Familie auf Zeit. "Meine Gastmutter hat einen türkischen Hintergrund, ihr Mann lebte vorher im Iran. Aufgewachsen sind beide in der Türkei", erzählt Schiel. Weiter berichtet sie vom Thanksgiving Day und den Hype, den die Bevölkerung um dieses Fest betreibt. "Diesbezüglich wurde jedes Klischee bestätigt", legte die 19-Jährige dar. Die weiter feststellte, dass das Leben über dem Atlantik ungleich teuerer ist als in Europa. Das betrifft alltägliche Dinge wie frisches Obst und Gemüse, Bildung und vieles mehr.

Zum Abenteuer wurde für sie die verpflichtende Praktikumssuche: "Ich habe mich auf viele Stellen beworben", erklärt Schiel. Vieles scheiterte an ihrer Ausbildung, denn kaum ein Betrieb in Amerika kennt das deutsche Duale Ausbildungssystem.

In Amerika werden die Berufe studiert. Glück hatte sie schließlich bei einem Immobilienberater.

Als Bürokauffrau hatte sich die junge Frau um kaufmännische Dinge zu kümmern, Präsentationen zu erstellen, auch Kundenkontakt war vorgesehen. Der Inhaber des Büros zeigte sich zum Schluss von den Qualitäten seiner Angestellten so begeistert, dass er lobte: "Sie sei die beste Praktikantin, die er je hatte."

Das Beste kam jedoch zum Schluss des Aufenthalts. Einen Monat nahm sich Larissa Schiel Zeit, um mit Freunden durch die USA zu reisen. Mit dem Auto fuhren sie von Charlotte nach Houston und Austin in Texas, nach San Francisco nahm sie das Flugzeug. "Es haben sich tolle Freundschaften entwickelt", sagt Schiel. Auch ihre Familie besuchte sie. Mit neun Leuten machte man sich in Deutschland auf den Weg zu ihr.

"Das parlamentarische Patenschaftsprogramm hat mich beruflich sowie persönlich so viel weitergebracht, dass ich es nur jedem weiterempfehlen kann. Ich habe über das Jahr hinweg so vieles über beide Länder gelernt - die USA sowie Deutschland", zieht Larissa Schiel abschließend ein zufriedenes Fazit.

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