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Von einer "Schnapsidee" zum erfolgreichen Verein
Der aktuelle Elferrat des Ottenauer Carneval Clubs.  Foto: OCC
09.11.2016 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Die wenigsten Ottenauer können sich noch erinnern, denn es dauerte schon eine geraume Weile, bis bei den OCC-Gründern feststand: ,,Jetzt gründen wir einen Fasentverein!' Die Idee dazu reifte bereits zwei, drei Jahre vor dem Gründungsjahr, blickt der Verein zurück.

Eine Gruppe von begeisterten Fasnachtern, darunter Wilfried Kistner, Hans Merkel, Klaus Dieter Kneisch, Dieter Lüdemann, Robert Scherzinger, Heinz Bott und einige mehr trafen sich an den närrischen Tagen regelmäßig im ,,Brückenkopf'', so nannte man damals die Kneipe an der Badener Brücke mit der Wirtin Maria Zimmer. Straßenfasnacht war angesagt, in den traditionellen Kostümen der Murgtäler Fasnacht, dem ,,Domino'' und natürlich im typischen Ottenauer Kostüm - der "Papierschlempe''. Man zog von Wirtschaft zu Wirtschaft und von Haus zu Haus. Am Abend ging es dann in die Merkurhalle, die zu damaliger Zeit vier Wochen lang eine in der ganzen Region bekannte närrische Hochburg im Murgtal war.

Nach dem Aschermittwoch im Jahr 1973 traf sich die Gruppe zu einer "Fasentnachlese". Spätestens dabei entstand die Idee, die Ottenauer Fasnacht zu organisieren und vor allem die Sitzungsfasnacht zu etablieren - der Grundstein zur Gründung des OCC war gelegt. Aber nicht alle Mitglieder der Narrengruppe waren für einen solchen Verein, doch die Idee entwickelte eine beachtliche Eigendynamik. Besonders der bereits verstorbene Robert Scherzinger forcierte die Vereinsgründung enorm, er wollte offensichtlich erster Präsident werden, schreibt der OCC.

Nach mehreren, zum Teil sehr kontrovers geführten Besprechungen, die immer öfter öffentlich im Gasthaus ,,Augustiner" abgehalten wurden, fanden sich am 14. April 1973 im Nebenzimmer 19 Personen zusammen. Sie unterschrieben ein Protokoll mit dem Inhalt, dass ein Verein mit dem Namen ,,Ottenauer Carneval Club e.V. (OCC)" gegründet werden solle.

Vor allem war es immer wieder Adolf Herrmann, der wortgewaltig alle Bedenken über die Zukunftschancen eines neuen Vereins zerstreute. Sein Argument: ,,Entweder wir gründen jetzt oder wir gründen nie'' war letztlich entscheidend für das Entstehen des OCC.

Erstes Vereinslokal wurde der ,,Augustiner'', dessen Wirtsleute Sofie und Gustl Schlör von Anfang an zu den Gönnern und Förderern des jungen OCC zählten. Aufgrund seiner Bekanntheit in Ottenau wurde mit großer Mehrheit Hanspeter Seeger zum ersten Präsidenten gewählt. Vizepräsident wurde Klaus Dieter Kneisch, Wilfried Kistner Protokoller und Karl-Heinz Schür Schatzmeister. Der Elferrat wurde erst nach und nach ernannt. Vom Elferrat der ersten Stunde ist heute noch Walter Then aktiv.

Der junge Verein hatte viele Gegner, vor allem die Ottenauer Traditionsvereine hatten kaum Verständnis für die ,,junge Spunde''. ,,Mir machen doch scho immer Fasent, die bruche mir doch net'' war häufig zu hören, dem OCC blies der Wind kräftig ins Gesicht. Doch Vorstandschaft und der Elferrat ließen sich nicht entmutigen.

Die erste öffentliche OCC-Narrensitzung fand am 11.11.1973 in der Merkurhalle statt. Der Patenverein, der Narren-Club Winden (NCW), unterstützte den OCC nach Kräften. So spielte an dieser ersten Prunksitzung der Musikverein Winden die Tuschs. Die Ottenauer Musiker waren erst viel später bereit, dann allerdings mit großem Elan, beim OCC mitzuwirken. Erinnert sei an die "Kuppelsteiner" unter Roland Hatz und die "Entertainers" unter Udo Krieglstein und später Andreas Hatz.

Stolz sind die Ottenauer Karnevalisten auf die erste eigene Gruppe, die OCC-Tanzgarde, die bereits bei der Gründungssitzung 1973 eine tolle Leistung zeigte. Auch sie feiert ihr 44-jähriges Jubiläum. Der erste Büttenredner beim OCC war der zwischenzeitlich verstorbene Ehrenmützenträger Heinz Kohler.

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