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Nach der Finanzkrise wieder auf Kurs
10.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Gelassenheit legte der Vorsitzende gestern an den Tag: Auf einem sehr guten Weg sei die Gaggenauer Altenhilfe, betonte Oberbürgermeister Christof Florus. Anlass war die Mitgliederversammlung des Vereins.

1600 Mitglieder, 300 Mitarbeiter, davon 165 Vollzeitstellen, 220 Ehrenämtler, sieben Gebäude, drei stationäre Einrichtungen, ambulanter Dienst, 20 Fahrzeuge, Mahlzeitenservice und rund 600 Bewohner oder Kunden - das ist das Portfolio des Vereins Gaggenauer Altenhilfe im Jahr 2016.

Das "Zukunftsprojekt" werde zielgerichtet umgesetzt, erläuterte Florus. Man sei in einigen Bereichen Vorreiter, dies werde in anderen Kommunen aufmerksam verfolgt.

Finanzvorstand Andreas Merkel ging in seinem Bericht unter anderem auf die Liquidität ein: Man dürfe mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Die Liquidität von 1,1 Millionen Euro liege derzeit deutlich über dem Prognosewert, der dem Konsolidierungskonzept von 2015 zugrunde lag, damals lag man bei geplanten 650 000 Euro. Mittlerweile gibt es in allen drei Häusern wieder Wartelisten. Es sei deutlich ein Anziehen der Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen zu verzeichnen. Ab Ende 2017 stünden 72 betreute Wohnungen zur Verfügung - bei einer Vormerkliste, die 100 Vormerkungen umfasse.

Gleichwohl ist bei der Altenhilfe Bescheidenheit angesagt. "Ohne Erhöhung des Betriebskostenzuschusses wäre der Kessel geplatzt", räumt Vorsitzender Florus ein. Angesichts der drohenden Finanznot hatte der Gemeinderat einer Erhöhung zugestimmt (wir berichteten). "Ein wesentlicher Bestandteil" der Finanzplanung seien die städtischen Gelder, pflichtete Finanzvorstand Merkel bei und verwies auch auf den Beitrag der Beschäftigten.

Arbeitnehmer verzichten auf Geld

Rund zwei Drittel verzichteten auf 50 Prozent der ihnen zustehenden Jahressonderzahlung. Gesamtheimleiter Peter Koch zeigt sich optimistisch, dass der eine oder andere Mitarbeiter sich noch überzeugen lassen werde, ebenfalls zu verzichten. Neue Regelungen wie Landesheimbauverordnung oder Pflegeversicherungsreformen führten dazu, dass man den Mitarbeitern sehr viel zumuten müsse.

Koch ging auch auf die neuen Gruppierungen bei der Pflegebedürftigkeit ein; diese gelten ab Januar. "Ein komplett neues Umdenken" sei da gefordert, auch wenn der Gesetzgeber vieles im Unklaren lasse. Wie sich das auf die Verweildauern im stationären Bereich auswirken werde - also auf die Einnahmensituation - könne man derzeit nicht abschätzen. Die höheren Pflegegrade ab 1. Januar würden nicht unbedingt der höheren Pflegestufe von heute entsprechen. "Es wird schwieriger für einen Versicherten, künftig einen höheren Pflegegrad zu bekommen." Und die ganz geringen Pflegegrade werden wohl eher nicht in der stationären Pflege unterkommen, vermutet Koch. Sprich: Künftig wird ein Pflegegrad eins nicht für einen stationären Pflegeplatz reichen. Alternativ könne die Gaggenauer Altenhilfe aber betreutes Wohnen anbieten - unter anderem hier greift nach Ansicht von Florus das neue Konzept der Gaggenauer Altenhilfe.

Im laufenden Jahr 2016 sei ein geringerer Abbau der Vollzeitstellen erfolgt als geplant - von 170 auf 165. Höhere Auslastung und bessere Finanzierung seien die Gründe. Nun sei man bereits dabei, wieder gegenzusteuern.

Martin Semmet und Wolfgang Freidel haben die Kassen geprüft. "Unsere Kontrolle hat zu keinen wesentlichen Feststellungen geführt", konstatierte Semmet. 2015 hatte der Verein Spenden und Zuwendungen über 40000 Euro erhalten, die Mitgliedsbeiträge summierten sich auf rund 23 000 Euro.

Abschließend versicherte Vorsitzender Christof Florus den Mitgliedern: "Die nächsten Jahre werden angenehmer und besser werden. Wir werden noch einiges gemeinsam erreichen."

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