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Guten Mutes für die Zukunft
11.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Gaggenau - Der evangelische Kindergarten der Johannesgemeinde in Bad Rotenfels wird zum September 2017 geschlossen. Dies erläuterte Jutta Walter, die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats Gaggenau. Hintergrund der Entscheidung ist die Zusammenführung der evangelischen Johannes-, Markus- und der Lukasgemeinde zu einer gemeinsamen Gaggenauer evangelischen Kirchengemeinde am Standort der Markusgemeinde.

Dort soll in der Nachbarschaft zur Jahnhalle auf dem Grundstück der Markusgemeinde ein neues Gemeindezentrum entstehen. 2020 könnte das Projekt fertig sein, "wenn alles gut läuft", gibt sich Walter optimistisch. Rund zwei Millionen Euro werden für das Vorhaben kalkuliert. Zu viele Immobilien haben die drei evangelischen Gemeinden in der Benzstadt, rund 900 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung, die Kirchengebäude ausgenommen. Laut einem Schlüssel der Landeskirche stehen, angelehnt an die Gemeindemitgliederzahlen, rund die Hälfte davon zu. "Die Gebäude sind nicht ausgebucht", macht Walter deutlich - aber der Unterhalt kostet Geld.

Die Schließung des Rotenfelser Kindergartens erfolgt in Absprache mit der Stadt Gaggenau und den Eltern. 24 Kinder werden dort derzeit in einer Gruppe betreut, elf werden in die Schule überwechseln, acht sind in anderen Einrichtungen angemeldet. Eingruppige Kindergärten seien wenig zukunftsorientiert, auch was die flexiblen Öffnungszeiten und erweiterte Angebote betreffen. Fünf Kinder sollen ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 in der evangelischen Kindertagesstätte in der Jahnstraße betreut werden, erläutert Walter. Die Eltern wurden frühzeitig informiert, sagte Karl-Heinz Honeck, der Geschäftsführer des evangelischen Verwaltungs- und Serviceamts Baden-Baden, das für die Betreuung der Liegenschaften im Kirchenbezirk Baden-Baden/Rastatt zuständig ist. Den beiden Erzieherinnen wurde angeboten, in die Jahnstraße zu wechseln. Eine habe das Angebot angenommen, die andere überlege es sich noch, so Honeck. Man sei interessiert daran, bewährtes Personal zu behalten, die Nachfrage sei groß.

Wie es mit den Immobilien der Kirchengemeinden weitergehe, sei derzeit offen, erläuterte Jutta Walter. Zum Verkauf stehen die Johanneskirche samt Pfarrhaus. Pfarrer Velimsky geht im kommenden Jahr in Rente. Dann werde es für die zusammengeführten evangelischen Kirchengemeinden in Gaggenau mit Helga Lamm-Gielnik (Markusgemeinde) und Andrea Kampschröer (Lukasgemeinde) noch zwei Pfarrerinnen für die derzeit 4870 evangelischen Christen in Gaggenau geben.

Auch das Gemeindehaus in der Ottenauer Friedrichstraße und das der Markusgemeinde soll verkauft werden, die Landeskirche hat zugestimmt, die Wertgutachten sind zwischenzeitlich erstellt. Das Gerüst am Turm der Johanneskirche soll demnächst entfernt werden, der Turm wird durch einen Sicherungszaun abgesperrt, weil sich Kleinteile aus dem Bauwerk lösen könnten, warnte Walter.

Architektenwettbewerb für Gemeindezentrum

Bis das neue Gemeindezentrum errichtet ist, könne man für die Übergangszeit die bestehenden Gebäude, falls sie noch nicht veräußert sind, nutzen. Oder bei den katholischen Gemeinden unterkommen, blickt Walter voraus. "Wir sind guten Mutes", gibt sich Pfarrerin Helga Lamm-Gielnik optimistisch. Zwischenzeitlich habe sie gute Erfahrungen beim Zusammenwachsen der Gemeinden gemacht, das sei bei den Gottesdiensten bemerkbar. Loszulassen sei für die Menschen schwer, die große Mehrheit stehe hinter der Fusion. Der Abschied von der Johanneskirche werde entsprechend gestaltet. Für das neue Gemeindezentrum soll es einen Architektenwettbewerb mit acht Büros geben, erläuterte Walter. Auch regionale Büros sollen angesprochen werden. Konkrete Vorgaben werde es keine geben, um die Kreativität nicht einzuschränken.

Die Gaggenauer evangelischen Gemeinden seien eine Art Pionier, was strukturelle und räumliche Zusammenlegung angehe, formulierte es Lamm-Gielnik. Eine so hohe Konzentration erfolge selten, bekräftigte Honeck. Da es keine haushaltstechnischen Probleme gebe, könnten die Gemeinden agieren und müssten nicht reagieren.

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