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Ziegen und Schafe pflegen die Landschaft
Die vierbeinigen Gausbacher Landschaftspfleger auf ihrem Weg ins Winterquartier. Das bestehende ist mittlerweile zu klein, ein neuer Stall soll gebaut werden.  Foto: Vogt
17.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Das Landschaftspflegekonzept für Gausbach fand die einhellige Zustimmung des Forbacher Gemeinderats. Dieses sieht die Kombination aus Tierbeweidung und maschinellem Freihalten mit dem Gemeinde-Mähroboter vor. Ebenso gab der Rat grünes Licht zur weiteren Planung eines gemeindeeigenen Winterstalls für Schafe und Ziegen im Gewann Rappenloch.

Im Juni 2015 wurde vereinbart, dass für Gausbach ein Pflegekonzept erstellt werden soll. Hintergrund war der Wunsch, einen Winterstall für Ziegen und Schafe zu errichten. Im Haushalt 2017 sollen 10000 Euro für die Planung, in der mittelfristigen Finanzplanung die geschätzten Baukosten von 120000 Euro berücksichtigt werden. Der Mindestzuschuss liegt bei 50, der Höchstzuschuss bei 75 Prozent bei kommunaler Antragstellung.

Der Gausbacher Tierhalter Christian Striebich ist in einer Beratungsgruppe des Landratsamts für Ziegen- und Schafbeweider sowie in einer Stallbaugruppe tätig. Derzeit hat er 37 Tiere, bis zu 70 sollen in dem neuen Stall unterkommen, mit Lagerflächen für Heu und Stroh. Die erste Planung sieht eine Größe von zehn mal 15 Metern vor. Der bereits vorhandene, aber zu kleine Stall soll als "SOS-Box" für kranke Tiere oder Muttertiere mit ihren Jungen erhalten bleiben. Beim Landwirtschaftsamt wird geprüft, wie viele Tiere für die Offenhaltung der vorgesehenen Flächen gebraucht werden. Aufgrund der Ergebnisse werden die Planungen aktualisiert und es können die erforderlichen Zuschussanträge gestellt werden. Der neue Stall soll Wasser- und Stromanschluss bekommen.

Derzeit werden auf Gausbacher Gemarkung 29,5 Hektar Fläche beweidet und offen gehalten, 16 Hektar werden gemäht. Geplant ist, die Beweidungsfläche um zehn Hektar und die Mähfläche um fünf Hektar zu erweitern. Nur durch den Neubau eines Winterstalls könne die bestehende Beweidung erhalten und die Erweiterung gewährleistet werden, machte Georg Wunsch vom Ortsbauamt der Gemeinde bei der Sitzung deutlich.

Zum erweiterten Einsatz des Mähroboters müssen Rampen und Zugänge wegen der vorhandenen Trockenmauern und Steinriegel geschaffen werden. Die ursprünglich angedachte Ausweisung des Kauersbachtals als besonders schützenswerten Bereich wird auf Wunsch des Ortschaftsrats nicht vorangetrieben. Zu viele Nachteile für die touristische Nutzung des Tals und dessen Erholungsfunktion werden befürchtet. Die ökologische Flurneuordnung für das Kauersbachtal sowie einen Teil der Grundwiesen soll beantragt und der Erhalt der Heuhütten gefördert werden.

Einstimmig befürwortete das Gremium das vorgelegte Konzept. Heike Schillinger (SPD) monierte vor der Beschlussfassung unvollständige Unterlagen. Prinzipiell befürwortete Horst Fritz für die Sozialdemokraten das Konzept. Er machte auf andere Bereiche auf Forbacher Gemarkung aufmerksam, beispielsweise beim Olympiaweg, die ebenfalls freigehalten werden sollen. Seit 30 Jahren befasse man sich mit der Landschaftspflege, sagte Gausbach Ortsvorsteher Achim Rietz (FWG). Jörg Roth (CDU) wies auf die Wichtigkeit von Fördergeldern hin. Margrit Haller-Reif (Grüne) sieht zur Tierbeweidung keine Alternative.

Quer durch die Reihen des Gemeinderats und von der Verwaltung gab es Lob und Anerkennung für die privaten Tierhalter, mit deren Hilfe die Landschaft offen gehalten werden kann. Ähnliche Konzepte wie für Gausbach sollen auch für weitere Forbacher Ortsteile erstellt werden.

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