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Kompletter Betrieb soll an die Murg ziehen
Auf diesem Platz an der Stadtbahnhaltestelle Obertsrot könnte künftig das Weingut Schloss Eberstein firmieren - 'mit allem, was dazugehört', wie Inhaber Jürgen Decker betont. Foto: Gareus-Kugel
18.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach/Renchen - Das Weingut Schloss Eberstein trägt sich schon länger mit dem Gedanken, seinen kompletten Betrieb an die Murg zu verlagern. Der angestrebte Umzug nimmt jetzt konkrete Formen an. Das bestätigte Jürgen Decker gestern auf BT-Anfrage. Er ist mit seinem Kompagnon Ernst Möschle seit dem Jahr 2012 Inhaber des Weinguts, dessen Steilhänge vor dem imposanten Schloss sicher zu den markantesten Sehenswürdigkeiten im Murgtal gehören. Künftig soll auch die Kellerwirtschaft in unmittelbarer Schloss-Nähe stattfinden - und zwar auf dem Gelände der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) beim Stadtbahnhaltepunkt Obertsrot.

"Das Areal hatten wir von Anfang an im Blick", erklärt Decker. Der frühere Geschäftsführer des Winzerkellers Hex vom Dasenstein, der seit vier Jahren das operative Geschäft des Weinguts Schloss Eberstein führt, verweist auf den seit Jahren "komplizierten Verarbeitungsprozess". Dieser wird in einem angemieteten Weinkeller in Renchen bewerkstelligt; dort sind auch Büro und Lager des Weinguts untergebracht. "All das wollen wir an einen Standort verlagern", betont Decker, der dadurch auch das Thema Weintourismus im Murgtal ankurbeln möchte. Der Standort an der Bahnhaltestelle direkt an der B462 mit Blick auf das Schloss sei dafür ideal: "Es gibt kein besseres Gelände für uns", ist sich Decker sicher.

Das sieht offenbar auch Bürgermeister Dieter Knittel so. Er informierte am vergangenen Montag den Gemeinderat über eine Eilentscheidung, die er getroffen habe. Dabei handelte es sich um die Vergabe eines Planungsauftrags. Mit diesem sollen Alternativen für die AVG gesucht werden, die den Standort Obertsrot als Zwischenlagerfläche nutzt. Als Ausweichquartier wurde zuletzt die Deponie im Gernsbacher Leutersbachtal genannt. "Die Fläche in Obertsrot wollen wir dem Weingut Schloss Eberstein zur Verfügung stellen", sagte das Stadtoberhaupt im Gemeinderat.

"Wir sind seit zweieinhalb Jahren im Dialog", bestätigt Jürgen Decker den steten Austausch mit der Stadtverwaltung. Jetzt werde man prüfen müssen, "was braucht man, was ist notwendig und was passt in die Umgebung. Es ist noch ein weiter Weg", sagt Decker über die zahlreichen Behördengänge, die vor der Verwirklichung eines solchen Neubauprojekts notwendig sein werden.

Neue Chance für Naturpark-Portal?

Einen genauen Zeitplan gebe es noch nicht. "Ich bin Winzer mit Leib und Seele und kenne mich mit Genehmigungsverfahren nicht en détail aus", betont Decker. Für den Weinbaubetrieb gelte bei der Umsetzung des Projekts aber die Prämisse, "je schneller, desto besser". Wichtig sei für ihn auch eine einvernehmliche Lösung mit der Nachbarschaft, die - sobald es konkrete Pläne gibt - über das Vorhaben informiert wird. "Gewisse Überlegungen haben wir natürlich schon angestellt, konkret sind diese aber noch nicht", erklärt der Winzer.

"Das wäre natürlich ein Riesengewinn für Obertsrot", freut sich Ortsvorsteher Walter Schmeiser, als er vom BT über die Absichten des Weinguts Schloss Eberstein unterrichtet wird. Diese Entwicklung könnte auch der Hoffnung, in Gernsbach ein Naturpark-Portal zu bekommen, neue Nahrung geben.

Mit der Aussage, dass ein solches in Obertsrot geplant sei, hatte im Februar dieses Jahres der Gaggenauer FDP-Stadtrat Theo Gehrmann für Aufsehen gesorgt. Landkreis-Dezernent Claus Haberecht hatte dies damals zurückgewiesen, gleichwohl aber betont, dass es natürlich den Wunsch gebe, mittelfristig an allen Einfallstraßen des Naturparks ein Angebot beispielsweise mit Hofladenprodukten vorzuhalten.

Bislang hat man den optimalen Standort offenbar noch nicht gefunden. Sollte es mit den Plänen des Weinguts Schloss Eberstein tatsächlich klappen, wäre das Areal zwischen Obertsrot und seiner Siedlung sicher ein geeigneter Kandidat.

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