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Für ein Naturbad im Traischbachtal, gegen ein Kombibad
Das Waldseebad im Sommer 2015. Nach der Überflutung im Juni 2016 wurde das Bad geschlossen. Foto: Thomas Arnold
19.11.2016 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red/tom) - Gegen ein kleineres Becken, gegen Verlagerung, für den Erhalt als Naturbad. Der Vorstand des Freundeskreises Waldseebad hat sich vor wichtigen Terminen an die Öffentlichkeit gewandt. Am Montag, 21. November, findet um 19.30 Uhr im Anschluss an die öffentliche Gemeinderatssitzung im Bürgersaal eine nicht-öffentliche Sitzung der Lenkungsgruppe "Zukunft Gaggenau 2030" statt. Am Samstag, 26. November, 10 Uhr, gibt es in der Jahnhalle für alle Bürger eine erste Information über den aktuellen Stand in der Bäderfrage.

Plänen einer Beckenverkleinerung oder zum Umbau in ein Kombibad erteilt der Vorstand eine Absage. "Ein Hallenbad wird zum großen Teil von Schulen, Vereinen und älteren Mitbürgern genutzt. Das Waldseebad ist als Standort ungeeignet. Gründe hierfür sind zu lange Wege für Kinder und Senioren vor allem in den Wintermonaten", argumentiert Sabine Arnold. Sie ist Vorsitzende des Freundeskreises. "Ein neues Hallenbad gehört aus unserer Sicht in die Nähe einer Schule oder Sporthalle." Optionen wären hier das Schulzentrum Dachgrub in Bad Rotenfels, das Sportzentrum im Traischbachtal oder in Ottenau bei der Merkurschule.

"Wir sind nach wie vor überzeugt, dass ein funktionierendes Naturbad in dieser Größe, mit aktueller Technik kein Problem darstellt." Deshalb plädiere man für den Fortbestand als Naturbad, "welches nicht zu Tode diskutiert werden sollte. Viele ,Waldseebadler' wollen ihr Freibad so schnell als möglich zurück. Eine längere Schließung stößt auf breite Ablehnung", so Sabine Arnold.

Das Waldseebad sei vor seiner überflutungsbedingten Schließung im Juni das "besucherstärkste Freibad im Murgtal" gewesen und habe wachsenden Zuspruch verzeichnet. "Es ist der Gaggenauer Sommertreffpunkt für Jung und Alt. Ein Wohlfühlbad für Körper und Geist, zum Bewegen, Sporttreiben, eine Oase der Ruhe und Erholung von der Hektik des Alltags. Dieses seit über 85 Jahren bewährte Konzept passt so ideal in das neue Imageprogramm der Stadt Gaggenau ,Ein gutes Jahr mehr'", argumentiert Arnold.

Neben den gesundheitlichen Aspekten sprächen vor allem wirtschaftliche Gründe für ein Naturbad und gegen den Neubau eines konventionellen Freibads. "Vorteile sind geringere Investitionskosten, durch Sanierung und Modernisierung der vorhandenen maroden Infrastruktur, damit verbunden eine kürzere Bauzeit." Durch Wegfall der Kosten für Chemie und Abwasserentsorgung seien bei einem Naturbad die Betriebskosten geringer, bei deutlich niedrigerem Energiebedarf und CO2-Emissionen. Arnold: "Hinzu kommt ein Mehrwert durch die chemiefreie und hautfreundliche Wasseraufbereitung. Nachteil ist ein erhöhter mechanischer Reinigungsaufwand durch Biofilme auf Treppen, Beckenwänden und Beckenboden, was mehr Zeit für die Pflege beansprucht. Dies ist aber durch die Anschaffung moderner Reinigungsgeräte beherrschbar."

Das Naturbad-Thema sei in Gaggenau aufgrund der nicht eingetretenen versprochenen Kosteneinsparungen und der aufgetretenen Mängel beim bisherigen Waldseebad inzwischen negativ besetzt. "Dem muss man entgegenhalten, dass das Waldseebad in zehn Betriebsjahren nie wegen gesundheitsgefährdender Wasserwerte schließen musste. Das Unwetter im Juni war höhere Gewalt und zeigte deutlich, dass das Waldseebad ein Hochwasserproblem hat. Im Fall der anstehenden Sanierung gilt diesem Thema besondere Berücksichtigung", so Arnold.

Darüber hinaus sieht der Freundeskreis Nachholbedarf bei der Attraktivität: "Hier wünschen wir uns mehr Attraktionen im und am Wasser, zum Beispiel eine Wasserrutsche." Ein gelungenes Beispiel sei in Trossingen: "Bereits im ersten Jahr nach der Fertigstellung der Rutsche kamen 30 Prozent mehr Badegäste in das Naturbad ,Troase'."

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