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Schritt für Schritt aufeinander zugehen
Shinda Al Mahmoud (Vierte von links) organisiert das Begegnungs-Café in der Forbacher Gemeinschaftsunterkunft.  Foto: Haller-Reif
21.11.2016 - 00:00 Uhr
Forbach (mhr) - Groß und Klein wuseln durcheinander an diesem Nachmittag im frisch gestrichenen "Begegnungs-Café" in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) Forbach. Der freundliche Herr an einem der Tische genießt Kaffee und Kuchen und beobachtet das Geschehen um sich herum aufmerksam. Albrecht Müller, so stellt sich im BT-Gespräch heraus, ist Lehrer in der Erwachsenenbildung und eigens aus Rastatt angereist. Er kenne einen Großteil der Flüchtlinge persönlich von Sprachkursen und habe sich sehr über die Einladung gefreut. Noch mehr gefällt ihm "die schöne, offene Atmosphäre hier".

Dass es zu einer solchen Einrichtung überhaupt kam, ist maßgeblich Shinda Al Mahmoud zu verdanken. Auf Initiative von GU-Leiter Claus Drector hat die junge Kurdin aus Syrien das "Begegnungs-Café", auf Kurdisch "Pekvajiyane", weitgehend organisiert und andere Flüchtlinge zur Mithilfe bewogen.

Auch jetzt ist sie die tatkräftige "Café-Chefin", sorgt für Nachschub, klärt Fragen, hat ein Spiel vorbereitet, regt zum Tanzen an. "Es ist super, wenn die Leute hierherkommen und reden und tanzen", sagt sie, "das ist Zusammenleben." Das Kuchenbuffet ist reich bestückt mit süßen und herzhaften Spezialitäten wie Sambusak, Halva und Hariessa. Was fremd heißt, schmeckt teils ungewohnt, aber köstlich. Die Frauen haben gebacken, Shinda allein vier Kuchen, die Männer haben den Raum gestrichen.

Fremde Kultur kennenlernen

Das Motto für den Café-Nachmittag könnte heißen: Schritt für Schritt aufeinander zugehen. Die Nachbarinnen sind genau deshalb gekommen. Tanja Schillinger findet die Art der Begegnung gut: "Man lernt sich besser kennen und damit auch eine fremde Kultur." Fränzel Müller sieht es ähnlich: "Alle sind freundlich und hilfsbereit, nur mit der Verständigung klappt's oft nicht so richtig."

Da hat es Sarah Kasper etwas leichter. Die Sozialarbeiterin von der Caritas kam mehrfach und zum Teil auch länger in der Forbacher Gemeinschaftsunterkunft zum Einsatz. "Jeder Besuch hier ist wie ein Heimkommen", lacht sie, mit dem Baby einer jungen Familie auf dem Arm. Wenig später ist sie eng eingebunden in einen Kreistanz zu arabischen Klängen.

Apropos Baby: Bisher war für Mütter mit Kleinkindern der Besuch eines Sprachkurses in Rastatt schier unmöglich, da auch die Väter zu ähnlichen Zeiten Kurse besuchen. Beim "Begegnungs-Café" ging diesbezüglich ein Türchen auf in Gestalt zweier Forbacher Bürgerinnen, die sich in solchen Fällen künftig bei der Kinderbetreuung einbringen möchten.

Und vielleicht findet sich ja auch noch die eine oder andere Mitbürgerin, die Shinda Al Mamoud beim nächsten, monatlich anvisierten Café-Nachmittag organisatorisch etwas unterstützt. Dann wäre schon der nächste kleine, große Schritt in Sachen Begegnung getan.

Ansprechpartner sind Claus Drector (E-Mail: c.drector@landkreis-rastatt.de) und Silke Bader (E-Mail: s.bader@caritas-rastatt.de).

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