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Einbahnstraße als Lösung?
In der Sackgasse obere Hildastraße (Pfeil) fürchtet man zu viel Durchgangsverkehr und künftige unkontrollierte großvolumige Bebauung. Im Bildvordergrund das Benzwerk. Foto: Walter
23.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es waren keine Fragen, die Andreas Gmünd am Ende der Gemeinderatssitzung vorzutragen hatte. In der "Einwohnerfragestunde" legte der Sprecher der Bürgerinitiative Obere Hildastraße dar, warum er und seine 155 Mitstreiter gegen eine Öffnung ihrer Sackgasse zur Theodor-Bergmann-Straße hin sind. "Weniger Lebensqualität durch höheres Verkehrsaufkommen" - so lautet der Tenor der Befürchtungen.

"95 Prozent der Anwohner der oberen Hildastraße haben sich der Initiative angeschlossen", sagte Gmünd: Bewohner der 19 von 20 Häusern in der oberen Hildastraße und sechs ebenfalls direkt betroffenen Häuser in der Rommel-, Goethe- und Schillerstraße. Das Wohnbauprojekt auf dem Gelände der Gärtnerei Hertweck könne auch ohne Zusammenlegung von südlicher und nördlicher Hildastraße erfolgen, betonte Gmünd. Dies müsse auch im Interesse der künftigen Bewohner der mehrgeschossigen Neubauten sein: "Eine ,Stadtvilla' in einer Durchgangsstraße ist keine hochwertige Villa."

Ein Teil der bestehenden Häuser sei über 100 Jahre alt und habe kein Fundament - sei damit empfindlich gegen Belastungen durch Straßenverkehr (wir berichteten). Das Flair des Stadtviertels werde unweigerlich verändert, fürchten die Bewohner, die Hildastraße dürfe nicht zum Schleichweg zur Schillerstraße werden. "Bitte überdenken Sie ihre Entscheidung genau, denn sie hat Folgen für Jahrzehnte", sagte Gmünd abschließend.

Er erinnerte an 1981, als bei der Schließung des Bahnübergangs Rommelstraße schon einmal die Menschen von der Stadt über den Tisch gezogen worden seien. So habe man versprochen, dass der Bahnübergang bleiben werde, doch die Stadt habe bereits ihr Verkehrskonzept vorangetrieben.

OB Florus entgegnete: "Der Gemeinderat hat noch nichts entschieden." Es gehe derzeit um einen Bebauungsplan; in dieses Verfahren würden die Anwohner eingebunden. Der Ausbau der Straße stehe jetzt nicht bevor. Wir wollen keine schnelle Durchgangsstrecke, keinen Parallelverkehr", versicherte er auf Anfrage eines weiteren Anwohners. Dieser fürchtet nicht nur mehr Anliegerverkehr, sondern auch mehr Durchgangsverkehr. Möglicherweise, so Florus, werde eine Einbahnstraßenlösung realisiert.

"Sollen da überall Blocks hingebaut werden?", fragte ein weiterer Anwohner. Wenn man einem Investor großflächige Bebauung erlaube, werden auch andere die Erlaubnis bekommen, groß zu bauen. Einige Flächen würden in nächster Zeit frei werden, mahnte er. Da würden Investoren gerne einen "Zwölffamilienblock" hinbauen. Ob es eine Vision für das Gebiet gebe, fragte er abschließend. Florus sagte: Über eine Vision für dieses Gebiet werde sich der Gemeinderat Gedanken machen.

Bürgermeister Michael Pfeiffer versicherte: "Wir nehmen Sie mit. Wir wollen Sie auf jeden Fall dabei haben und diskutieren, was sinnvoll ist."

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