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Bereits die Teilnahme ist ein Erfolg
Zahlreiche junge Musiker dürfen sich über eine Auszeichnung freuen, die ihnen von Oberbürgermeister Christof Florus überreicht wird. Foto: Froese
29.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Wolfgang Froese

Gaggenau - "Ihr seid alle Siegerinnen und Sieger", meinte Oberbürgermeister Christof Florus an die Teilnehmer des 36. Gaggenauer Musikwettbewerbs gewandt, die sich beim öffentlichen Vorspiel in der Musikschule dem Urteil der Fach-Jury unter dem Vorsitz von Professor Werner Stiefel gestellt hatten. Am Sonntag fand in der Realschule die Preisverleihung im Rahmen des Preisträgerkonzertes statt.

Der diesjährige, inzwischen nur noch im zweijährigen Turnus ausgerichtete Wettbewerb war für Ensembles ab dem Duo oder Duett ausgeschrieben. 125 einzelne Teilnehmer hatten sich im Vorfeld angemeldet, insgesamt 36 verschiedene Musikformationen konnten am Sonntag für ihre Leistungen geehrt werden.

Der seit Jahresanfang amtierende neue Leiter der Schule für Musik und darstellende Kunst, Oliver Grote, griff in seiner Rede den Faden des OB auf und gab ihm zugleich eine etwas andere Richtung. "Es gibt nicht nur Gewinner, aber auch keine echten Verlierer", denn die Vorbereitung auf den Wettbewerb bringe jeden einzelnen weiter. Damit widersprach er einem Satz des Ungarn Zoltán Kodály, der im 20. Jahrhundert die Musikpädagogik revolutioniert hatte: "Wettbewerb ist etwas für Pferde, nicht für Musiker." Der Weg sei das Ziel, betonte Grote. Intensive Beschäftigung mit einer Komposition, Üben und die Anstrengung lohnten immer.

Dass Letzteres der Fall ist, zeigten beeindruckend die zwölf Ensembles, die zum Preisträgerkonzert eingeladen worden waren. Die Vorträge spiegelten den Leistungsstand und die Leistungsbreite der Schüler der Musikschule.

Anstrengung und Üben lohnen sich immer

Den Anfang machten die Jüngsten in der Kategorie bis sieben Jahre. Luana und Triola Ahmeti gaben dem Lied "Brüderlein, komm tanz mit mir" ein wunderbar munteres Gepräge. Bei den bis Neunjährigen gefiel das Flöten-Trio aus Shanna Fichtler, Svenja Wagner und Luana Todaro mit einem Blues von Joep Wanders. Bei den bis Elfjährigen gewannen Antonia Senger, Johanna Schwan und Jule Zink als Terzett den zweiten Preis mit ihrer leicht und frisch dargebotenen Interpretation von "Up, up, up" aus dem Film "Bibi und Tina". Der Sieg ging in dieser Kategorie an Jona Wieser (Violine) und Lorenz Bracht (Klavier) mit einer schwungvollen Mozart-Weise.

In der Altersgruppe bis 13 Jahre überzeugten sowohl Franziska Striebich (Klavier) und Silas Stangl (Flöte) mit einer Sonate des böhmischen Komponisten Johann Baptist Vanhal als zweite Preisträger als auch die erstplatzierten "Swingin Kids" (Anna Neuburger, Mia Herbst, Anna Ludwig, Erik Tischler, Matija Knezic, Marc Kruske und David Benz) mit sauberem Spiel und viel Rhythmusgefühl.

Als zweiter Gesamtsieger des Wettbewerbs stellte sich das Bläserquartett aus Gesche Soyka, Jörn Soyka, Matija Knezic und Felix Mätzler mit einer temporeichen "Rushhour" den Zuhörern vor. Den zweiten Platz in der Kategorie bis 17 Jahre errang das Gesangsduett Malin Sulsner und Lena Schüssler mit einer gefühlvollen Wiedergabe von "Use Somebody" von Kings Leon. In der Kategorie bis 15 Jahre verdiente sich das Flötenquartett aus Luisa Vadasi, Sabrina Gantner, Clara Iffländer und Selina Mangler den Sieg mit einer treffsicheren "Blues Overture" von Kristof Zgraja.

In der offenen Altersklasse durften sich gleich drei als "hervorragend" eingestufte Ensembles im Preisträgerkonzert vorstellen. Das Gitarrentrio Jasmin Geier, Sandra Felde und Andrea Müller versetzte mit der Titelmelodie aus "Der dritte Mann" in die frühe Wiener Nachkriegszeit, während Jennifer Lorenz und Josef Luge mit der Mozart-Arie "So lang hab ich geschmachtet" aus "Figaros Hochzeit" die Zuhörer begeisterten. Gewinner in dieser Kategorie und mit der höchsten erreichten Punktzahl zugleich verdiente Sieger des gesamten Wettbewerbs waren Janice Samson (Altblockflöte) und Isabel Striebich (Geige), die mit einer Telemann-Komposition sowohl künstlerisch als auch technisch das Wettbewerbsfeld überragten. Hier wurde das Wort Grotes wahr, dass es bei aller im Vordergrund stehenden Breitenförderung auch darum gehe, Talente zu entwickeln.

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