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Zukunft mit Wolken verhangen
Wie lange es den beliebten Besuch der Fliegergruppe beim Gaggenauer Ferienspaß noch geben kann, ist offen.  Foto: av
29.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Gaggenau/Baden-Baden - "Der Blick in die Zukunft ist mit Wolken verhangen", benutzt Daniel Klumpp, Vorsitzender der Fliegergruppe Gaggenau, ein passendes Bild, wenn es um die Zukunft des Vereins und die des Segelflugplatzes in Oos geht. Noch liege nichts Schriftliches vor, wie es auf dem Gelände weitergehen soll. Seitens der Stadt Baden-Baden wurde das Areal ins Gespräch gebracht, um dort Gewerbeflächen auszuweisen. Hintergrund: Bisher mögliche neue kurstädtische Gewerbeflächen könnten wegen der PFC-Problematik möglicherweise nicht als solche genutzt werden (das BT berichtete).

Bis Ende 2018 läuft der bisherige Nutzungsvertrag, den die Flugplatz-Betreibergesellschaft mit der Stadt Baden-Baden geschlossen hat. Der Aeroclub Baden-Baden und die Fliegergruppe Gaggenau bilden diese Gesellschaft, um ein gemeinsamer Ansprechpartner zu sein, erläuterte Klumpp.

Die Betreibergesellschaft hat das Flugplatzgelände gepachtet. Sollte der Vertrag nicht fristgerecht zwei Jahre vor Ablauf bis Ende dieses Jahres gekündigt werden, verlängert er sich um weitere fünf Jahre. Allerdings: "Ich gehe davon aus, dass vor Weihnachten noch etwas passieren wird", befürchtet Klumpp.

Bislang laufe der Flugbetrieb weiter. Rund 150 Mitglieder hat die Fliegergruppe, inklusive der Modellflieger und der passiven Mitglieder. Die Segelflieger haben eine Halle auf dem Ooser Flugplatz, die Modellflieger starten sowohl in Oos als auch in Michelbach. In Gaggenau in der Traischbachhalle verfügen die Luftsportler über eine Werkstatt, dort werden in der kalten Jahreszeit die Maschinen gewartet und repariert. Dies sei in der Blechhalle in Oos bei winterlichen Temperaturen nicht möglich.

Bei der Jahreshauptversammlung der Fliegertruppe war die Entwicklung beherrschendes Thema. Kurz ging Klumpp auf die Historie der Fliegergruppe Gaggenau auf dem Flugplatz in Oos ein. Seit dem Jahr 1964 betreiben die Gaggenauer Flieger gemeinsam mit den Aeroclub Baden-Baden den Segelflug auf der Westseite des damals von der französischen Besatzungsmacht betriebenen Flugplatzes. Die komplette Westseite wurde von den beiden Vereinen unter großem Aufwand hergerichtet. ,"Ein Ende des Flugplatzes wäre wohl auch das Ende des Vereins!", sagte Klumpp bei der Versammlung.

Kein Platz bei anderen Fliegervereinen

Konkret könne man seitens der Fliegergruppe dann aktiv werden, wenn eine schriftliche Kündigung vorliege, erläutert der Vorsitzende, der auch der zweite Vorsitzende des Betreibervereins ist, auf Anfrage des Badischen Tagblatts. Zwischenzeitlich haben Gespräche mit Gemeinderatsmitgliedern stattgefunden, um auf die Problematik hinzuweisen. Das Baden-Badener Gremium müsse darüber befinden, ob der Pachtvertrag gekündigt werde. Das Regierungspräsidium habe keine Bedenken gegen eine grundsätzliche Änderung des Flächennutzungsplans vom Flugplatz zum Gewerbegebiet.

Eine Verlagerung des Vereins als Einheit auf ein anderes Gelände sei äußerst problematisch, sagte der Vorsitzende. Sowohl bei den Nachbarn in Rastatt und Karlsruhe als auch in Kehl sei kein Platz auf deren Gelände vorhanden, um dorthin umziehen zu können. Außerdem wäre dies eine großes logistisches Problem, müsste doch auch die eigene Halle mit umziehen und bräuchte entsprechenden Platz.

Man sei jetzt in einer ähnlichen Situation wie vor 20 Jahren, als die Verkehrslandeplätze in Karlsruhe und Baden-Oos geschlossen und der ehemalige kanadische Militärflugplatz in Söllingen zum Regionalflughafen wurde. Das Gelände in Oos wurde damals für die Segelflieger umgenutzt, blickt Klumpp zurück. Rund die Hälfte des Areals blieb für die Segelflieger übrig, jetzt stehe es wieder zur Disposition. Es gäbe keine Not, auf das Gelände zuzugreifen, wenn PFC-Flächen als Gewerbegebiet ausgewiesen werden könnten. Die Fliegervereine wollen versuchen, die Baden-Badener Gemeinderäte zu überzeugen, dass es sich lohnt, den Flugplatz zu erhalten. Der Gemeinderat soll die Verwaltung auffordern, Alternativen zu finden, machte Klumpp deutlich. Eine Verunsicherung unter den Vereinsmitgliedern sei deutlich, ein Schritt zu mehr Klarheit wäre wünschenswert.

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