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Durchstich, aber kein Durchgangsverkehr
Wer hier geradeaus fahren will, muss sich gedulden: Ein möglicher Durchstich der Hildastraße wird frühestens im nächsten Jahr freigegeben. Foto: Senger
30.11.2016 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - "Uns sollen keine Nachteile entstehen", bilanziert Andreas Gmünd. Als Vertreter der Bürgerinitiative Hildastraße waren er und Andreas Krög am Montag zu einem Gespräch bei Bürgermeister Michael Pfeiffer und Maximilian Lipp von der Abteilung Recht und Planen. Der Bürgermeister seinerseits formuliert das Ergebnis etwas zurückhaltender: "Es war ein gutes Gespräch, die Lösungsansätze sind diskutabel, aber sie müssen noch fachlich überprüft werden."

Die Angst ist groß bei den Anliegern der oberen (südlichen) Hildastraße: Sie wohnen im Moment in einer relativ ruhigen Sackgasse; doch der geplante Durchstich zur unteren (nördlichen) Hildastraße werde sie zu Anliegern einer zweiten Durchgangsstraße machen, fürchten sie. Denn wer die überlastete Goethe-/Luisenstraße meiden wolle, werde dann eben durch die Hildastraße fahren. Hintergrund der Überlegungen ist ein Wohnbauprojekt, das Konzok Planen und Bauen auf dem Gelände der Firma Hertweck umsetzen wird: Mehrere mehrgeschossige Wohngebäude, in einem von ihnen wird die Gärtnerei Hertweck auch in Zukunft für ihre Kunden da sein. Abbrucharbeiten auf dem Gelände haben bereits begonnen.

Wie kann eine Lösung aussehen? Ein Durchstich werde kommen, fasst Andreas Gmünd den Tenor des Gesprächs zusammen, aber die dann durchgängige Hildastraße werde nach dem Ende der Bauarbeiten im südlichen Bereich entweder als Anliegerstraße oder als verkehrsberuhigter Bereich keinesfalls für Autofahrer attraktiv, die eine schnelle Nord-Süd-Verbindung suchen. Letztlich wird der Gemeinderat über die Überlegungen entscheiden.

155 Mitstreiter zählt die Bürgerinitiative gegen eine Öffnung ihrer Sackgasse zur Friedrich-Ebert-Straße. "Weniger Lebensqualität durch höheres Verkehrsaufkommen" - so lautet der Tenor der Befürchtungen. 95 Prozent der Anwohner der oberen Hildastraße haben sich der Initiative nach eigenem Bekunden angeschlossen, hinzu kommen betroffene Bürger aus Rommel-, Goethe- und Schillerstraße. Das Wohnbauprojekt auf dem Gelände der Gärtnerei Hertweck könne auch ohne Zusammenlegung von südlicher und nördlicher Hildastraße erfolgen, sagen sie. Ein Teil der bestehenden Häuser sei über 100 Jahre alt und habe kein Fundament - und sei damit empfindlich gegen Belastungen durch Straßenverkehr (wir berichteten).

Das Flair des Stadtviertels werde verändert, fürchten die Bewohner, die Hildastraße dürfe nicht zum Schleichweg werden.

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