"Gemeinschaftswerk aller Hördener Vereine"
Die kleinen Besucher aus dem Kindergarten bereichern das Geschehen im Innenhof am Nachmittag. Foto: Gareus-Kugel
19.12.2016 - 00:00 Uhr
Gaggenau (vgk) - Es war der sechste Adventsmarkt in Folge, den die Hördener Vereinsgemeinschaft und der Ortschaftsrat am Samstag ausgerichtet haben.

Rückblende: 2010 fieberten die Ortschaftsräte in ihrer Oktobersitzung der Vollendung eines großen Holztors entgegen. Denn bis dahin trennten dicke Maurern die Höfe Kast und des Gasthauses "Ochsen". Kräftig wurde vom damaligen Ortschaftsrat Hand angelegt, um den alten, historischen Zustand wiederherzustellen. Jahrhunderte lang waren die Höfe des Gasthauses "Ochsen" und des "Hauses Kast", die einmal vor mehr als 400 Jahren den "Gronsfelder Hof" bildeten, voneinander getrennt.

2011 konnte OB Christof Florus erstmals das Tor für den Adventsmarkt öffnen. Der Name des Areals geht auf das Grafengeschlecht Gronsfeld-Bronckhorst zurück. Es war mit den Grafen von Eberstein durch Heirat verbunden und unterhielt Liegenschaften im Murgtal. 1673 verkauften die Gronsfelder ihren Besitz im Murgtal ans Hochstift Speyer.

Nimmt man die Autokennzeichen der Marktbesucher zum Maßstab, so reicht der gute Ruf des Markts offensichtlich weit über die Grenzen des Murgtals hinaus. Was macht den Adventsmarkt im Flößerdorf für die Besucher, die auch in diesem Jahr wieder in Scharen kamen, so attraktiv und anziehend?

Ortschaftsrat Christian Kientz: "Das Ambiente: gemütlich und urig." Vielleicht sei auch der Termin - letzter Samstag vor Weihnachten - besonders geeignet, weil "die Besucher noch einmal Kraft schöpfen können, bevor der Weihnachtsstress vor den Feiertagen losgeht".

Ähnlich sieht es auch Ortschaftsratskollege Joachim Huber: "Es ist das Heimelige, das der Markt ausstrahlt. Auch ist spürbar, dass er ein Gemeinschaftswerk aller Hördener Vereine ist und durch diese Vereinsaktivitäten auch lebt."

Würde es Sinn machen, den Weihnachtsmarkt auf zwei Tage auszudehnen? "Ich glaube nicht", sagt Huber: "Weil die Einnahmen großteils gespendet werden und sie sich wahrscheinlich durch einen zusätzlichen Markttag nicht weiter erhöhen würden." Nicht zuletzt seien auch die Akteure vor Weihnachten "etwas angespannt". Einen weiteren Tag dranzuhängen - "das würde schwierig werden".

Begeistert von Ambiente und Marktgeschehen zeigt sich auch Sabine Rahner: "Da geht man hin, um sich in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen. Es ist ein Treffpunkt für nette Leute. Ein ganzes Dorf arbeitet dafür zusammen. Das Angebot ist generationenübergreifend. Jeder Verein bringt sich musikalisch oder kulinarisch ein. Meine Tochter ist extra, um auf dem Adventsmarkt alte Freunde zu treffen, aus Ludwigsburg nach Hörden zu Besuch gekommen."

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