Mehr Sicherheit für Kameraden und Bevölkerung
Klaus Fortenbacher (links), stellvertretender Kommandant, drückt auf die Funkfernbedienung, mit der die Rolltore auf- und zugehen; rechts Kommandant Ralf Wieland. Foto: Juch
29.12.2016 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - "Mit dem, was gemacht worden ist, sind wir sehr zufrieden." Dieses Fazit zieht Ralf Wieland, Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Reichental, nach dem Abschluss der Umbauarbeiten im und am Feuerwehrhaus in der Kaltenbronner Straße. Nach zähem Ringen und langer Vorlaufzeit ist das Projekt im Juli angelaufen, jetzt entspricht die Heimat der Abteilung wieder den aktuellen Anforderungen an das Feuerwehrwesen.

Das war vorher nicht der Fall: Nur ein Raum für alles, einsehbar, Abgase, Zugluft, zu eng, gefährlich - so stellte sich die Situation bei der Reichentaler Feuerwehr über etliche Jahre dar. Klaus Fortenbacher, der stellvertretende Kommandant, erinnert im BT-Gespräch daran, dass der frühere Kommandant Jürgen Knapp den Umbau schon seit 2011 vorangetrieben und durch Planungsarbeiten die Weichen gestellt hat: "Er hat das ganze Ding ins Rollen gebracht."

Insbesondere im Blick auf die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) sei der Umbau absolut notwendig gewesen, betonen Wieland und Fortenbacher und erklären, was für die Gesamtsumme von 90000 Euro alles gemacht worden ist. Die Fahrzeughalle, die über drei Stellplätze verfügt, ist im Bereich von zwei Stellplätzen um 2,90 Meter verkürzt worden. So konnten 30 abgetrennte Umkleideplätze entstehen. "Hauptaugenmerk der Maßnahme war, dass sich die Kameraden umziehen können, ohne im Rauch der Fahrzeuge stehen zu müssen", erläutert das Führungsduo. Ein Stellplatz ist in voller Länge erhalten geblieben, damit sich die Feuerwehr gegebenenfalls ein neues Löschfahrzeug in einer Länge von 7,50 Metern anschaffen kann. Die alten Schiebetüren, die manuell geöffnet werden mussten, sind neuen, roten Rolltoren gewichen, die nun auf Knopfdruck auf- und zugehen. Durch die neuen Tore konnten auch die Durchfahrtsbreite und -höhe vergrößert werden. "Früher hatten wir bei der Durchfahrt mit unserem größten Fahrzeug, dem LF 86, gerade mal rund fünf Zentimeter links und rechts vom Außenspiegel Platz", blicken Wieland und Fortenbacher zurück.

Neben den Arbeiten in der Fahrzeughalle und an der neuen Umkleide hat sich auch außen am Gebäude einiges getan. So ist der Balkon am Schulungsraum abgebrochen worden. Mit einem zweiten seitlichen Eingang ist das Gebäude jetzt von beiden Seiten zugänglich, was im Einsatzfall die Sicherheit im Zufahrtsbereich erhöht, weil jetzt niemand mehr vom Parkplatz ums Haus rum laufen muss, um in die Umkleide zu gelangen. Früher gab es an den alten Falttüren eine sogenannte Schlüpftür, die aber den neuen Toren weichen musste. Zu guter Letzt hat man im Speicher, der als Lagerraum genutzt wird, Brandschutztüren eingebaut sowie den kompletten Bodenbelag saniert und ihn zweckmäßig mit PVC gestaltet.

"Es war ein extrem langer Weg, man musste immer wieder nachhaken", schaut Abteilungskommandant Wieland auf das vergangene halbe Jahr zurück. Bis auf einige Probleme, die nachträglich gelöst werden konnten, sei der Umbau planmäßig verlaufen und nun zufriedenstellend abgeschlossen. Durch das langersehnte Projekt ist die aus rund 30 Aktiven und zwölf Jugendlichen bestehende Abteilung für die Zukunft gerüstet, meinen Wieland und Fortenbacher. Auch in punkto Sicherheit habe sich für die Kameraden vieles zum Guten gewendet. Und nicht zuletzt sei man durch Umbau und Sanierung des aus dem Jahr 1980 stammenden Feuerwehrhauses auch in der Lage, noch schneller am Einsatzort zu sein - zur Sicherheit der Bevölkerung.

Zur Einweihung des umgebauten Feuerwehrhauses will die Abteilung Reichental am 2. Juni ein Fest feiern (anstelle der Vollmondparty), kündigen der Kommandant und sein Stellvertreter an.

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