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"Keine 08/15-Geschichte"
Die Verhandlungen über die weitere Entwicklung auf dem Wolfsheck-Areal dauern an.  Foto: av / Mack
02.01.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - "Gut Ding will Weile haben" - ein geflügeltes Wort, das für vielerlei Themen genutzt werden kann. Eines dieser Art: die Entwicklung auf dem Forbacher Wolfsheck-Areal. Die Verhandlungen zwischen der Gemeinde und dem Eigentümer, der Karl-Gruppe aus dem bayrischen Innernzell, über einen möglichen Kauf sind weiter im Gange. Man müsse sich die dafür nötige Zeit nehmen, schließlich sei das Thema für die Gemeinde "keine 08/15-Geschichte", machte Bürgermeisterin Katrin Buhrke auf BT-Anfrage deutlich.

Hintergrund

Die fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe, die aus der Bürgermeisterin, den Amtsleitern sowie Mitgliedern der im Gemeinderat vertretenen Parteien besteht, habe im zurückliegenden Jahr mehrfach getagt. Die Erhebung der Kosten für die Erschließung des Geländes dauern an, diese sind ein wichtiger Faktor für ein eventuelles finanzielles Engagement der Gemeinde.

Ende Januar sei wieder ein Treffen mit dem Eigentümer Günther Karl jr. geplant, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Haushaltsrede. Nach wie vor steht die Grundsatzentscheidung des Gemeinderats aus, ob die Gemeinde das ehemalige Holtzmann-Areal kaufen wird.

An der Situation der knapper werdenden Gewerbeflächen im oberen Murgtal hat sich nichts geändert. Das Areal ist als Industriefläche ausgewiesen, was die Ansiedlung von Betrieben erleichtert.

"Wir müssen uns Ziele setzten", betont Horst Fritz, SPD-Gemeinderat, Unternehmer und Sprecher der ehemaligen Projektgruppe Wolfsheck. Wenn man Gewerbeförderung betreiben wolle, dann betreffe dies zwei wichtige Faktoren: schnelles Internet mit Breitbandverkabelung sowie Gewerbeflächen, die zur Verfügung stehen.

Interessenten am Wolfsheck-Areal habe es in der Vergangenheit gegeben, blickt er zurück. Wie soll das Gelände aussehen? Bleiben die Hallen erhalten? Wer bricht diese gegebenenfalls ab und wer trägt die Kosten dafür? Diese und andere Fragen gelte es zu klären.

Seiner Einschätzung nach wollen Firmen freie Flächen zur Verfügung haben, mit erschlossenen Straßen und den erforderlichen Ver- und Entsorgungsleitungen. Man müsse sich Ziele setzen für die Zukunft. Hohe Kosten für Sanierung von Wasser- und Abwasserleitungen, Straßen oder Brücken, das hätten andere Gemeinden auch, Gewerbeförderung sei daher wichtig.

Für seine Firma Fritz Automation plant er noch eine Erweiterung am Standort Langenbrand, dann seien die Möglichkeiten ausgereizt. Mit sechs Mann begann das Unternehmen als Partner des Maschinenbaus, mittlerweile sind es 30 Mitarbeiter, darunter immer zwei bis drei Auszubildende. Robotertechnik und Automatisierung sind die Tätigkeitsschwerpunkte. "Die Nachfrage steigt, und die Kunden erwarten, dass man mitwächst", berichtet Horst Fritz. Mittelfristig sei Wolfsheck eine Option, "mein Nachfolger wird sich etwas überlegen müssen", sagte Fritz.

Potenzial für Gewerbeflächen in Forbach sieht er vornehmlich in Wolfsheck. Der Bereich der ehemaligen Firma Holz-Fritz in der Forbacher Eckstraße ist seiner Ansicht nach zu klein.

Der entscheidende Faktor ist die Kalkulation der Erschließungskosten, die Gemeinde müsse daher Interesse signalisieren, so seine Einschätzung, der "Ball liegt jetzt bei Karl". Und: "Ich bin überzeugt, dass es einen Weg gibt", wagt er einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft.

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