Nicht alles Gute kommt von oben
05.01.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Über die landesweite Stallpflicht für Nutzgeflügel wird viel diskutiert, und mit dem ersten gemeldeten Auftreten der Vogelgrippe im Landkreis Rastatt gewinnt das Thema in der Region an Aktualität.

Einer, der seit Monaten seine Hühner vor Kontakt mit Wildvögeln schützt, ist Andreas Fruhen aus Gaggenau, Inhaber des "Kauflädles" in der Klehestraße. Doch war es zunächst nicht der Schutz vor Krankheiten, der ihn dazu brachte, seine 18 Hühner auch nach oben einzuhegen, sondern die Gefahr durch Greifvögel. Ein stabiles Netz sorgte so seit Monaten dafür, dass der Bussard nicht mehr die Hühner attackieren kann.

Doch was gegen den Greifvogel schützt, hilft das auch gegen die Verbreitung der Vogelgrippe? Nein, sagt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und fordert: "Das Geflügel ist in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung), unterzubringen."

Denn es müsse, so sieht es das Ministerium, zum Beispiel der Eintrag von Kot in das Gehege auf alle Fälle vermieden werden. Dies bedeutet im Klartext: Da ein Netz nicht gegen Eintrag von Kot schützt, ist es nicht ausreichend. Für Andreas Fruhen ist das allerdings kein Problem: Eine Gewächshausüberdachung schützt seine Tiere. Wie berichtet (BT vom 28. Dezember), wurde bei einer erlegten Stockente in Muggensturm ein stark krank machendes Virus des Typs H5 nachgewiesen. Es handelte sich aber nicht um den derzeit vorherrschenden Typ H5N8, sondern um einen anderen Subtyp des Virus.

Nach wie vor beschränkt sich die Vogelgrippe im Land nur auf Wildvögel. Nutzgeflügel ist bislang nicht betroffen.

Weiße und braune Wyandotten und Barthühner haben Andreas Fruhen und seine Frau Nelli in ihrem Gehege. Nelli Fruhen kennt die Hühnerhaltung von Kindesbeinen an: Ihre Eltern hatten in Loffenau bis in die 70er Jahre hinein eine Hühnerfarm. Davon ist die nichtgewerbliche Hühnerhaltung des Ehepaars heute weit entfernt. Sie halten die Tiere aus Hobby - und die Schützlinge der beiden fühlen sich sichtlich wohl in ihren Gehegen.

www.mlr.baden-wuerttemberg.de

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