Chancen für die Stadtentwicklung
Ein Abriss des Hallenbads Murgana und des Parkhotels (rechts) böte viele Chancen für die Gaggenauer Stadtentwicklung.  Foto: Jahn
10.01.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Drei große Themenbereiche bilden für die SPD-Fraktion die Schwerpunkte ihrer Arbeit in diesem Jahr. Wobei sie teilweise ineinander übergehen und nicht alle in diesem Jahr erledigt werden können. Innenstadtentwicklung, Bäder und Tourismus/Naherholung sind die drei großen Bereiche. Dabei spricht sich die SPD laut Fraktionschef Gerd Pfrommer für den Neubau eines Hallenbads und den bisherigen Standort für das Waldseebad aus.

Nachdem in der Innenstadt unter anderem die Hildastraße sowie Bahnhof mit Bahnhofvorplatz und angrenzendem Bankenplatz erneuert und somit erledigt sind, geht es mit dem Bereich bis zum Murgufer weiter - in etwa von der Schillerstraße bis zur Theodor-Bergmann-Straße (ehemalige Kaufstätte/Möbel Eisenhöfer). Auch auf dem Areal hinter dem Gasthaus "Alte Post", das derzeit als Parkplatz genutzt wird, sei eine Attraktivitätssteigerung notwendig, so Gemeinderätin Gerlinde Stolle. Insgesamt müsse die Qualität der Innenstadt unter die Lupe genommen werden. "Nach wie vor gibt es einen zu großen Kaufkraftabfluss", bemängelte Stolle.

An einer "Kick-off-Veranstaltung" sollten, so die Sozialdemokraten, viele Beteiligte mitwirken. Händler, Nutzer und Bürger sollten unter professioneller Anleitung mitgenommen werden, um Stärken und Schwächen des Gebiets zu erörtern. Diese Veranstaltung könne nach den Vorstellungen von Gerd Pfrommer im Herbst stattfinden. Einen entsprechenden Antrag wolle die Fraktion demnächst stellen, Ziel sei es, gemeinsam mit vielen Beteiligten einen Handlungsleitfaden zu erstellen.

Eine klare Position hat die SPD zum Thema Hallenbad. Eine in absehbarer Zeit notwendige Sanierung würde nach groben Schätzungen drei bis vier Millionen Euro verschlingen. Deshalb solle mittelfristig das Hallenbad an anderer Stelle neu gebaut werden. In diesem Zusammenhang spricht sich die SPD-Fraktion gegen eine Kombilösung Frei-/Hallenbad aus.

Waldseebad soll am Standort bleiben

Das Waldseebad solle am bisherigen Standort erhalten bleiben. Das Hallenbad solle in der Innenstadt bleiben. Als Standort sei ein Gelände zwischen Hildastraße und Luisenstraße im Bereich einer ehemaligen Spedition denkbar. Allerdings befindet sich dieses Areal in Privatbesitz. Infrage käme für die SPD auch ein Hallenbad-Neubau bei der Traischbachhalle. Für das Gelände des bisherigen Hallenbads gebe es vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. So könne die Hirschstraße zweispurig ausgebaut und die untere Hauptstraße als Fußgängerzone ausgewiesen werden. Vielleicht wäre das auch eine Initialzündung für den Eigentümer des Parkhotels, seine starre Haltung aufzugeben. Ein Abriss des Dreieckgebäudes böte weitere vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten entlang der Murg.

Das Waldseebad "liegt traumhaft und hat einen hohen Erholungswert", so Gerlinde Stolle. Ob es weiter ein Naturbad oder ein konventionelles Bad oder eine Kombination aus beidem werde, sei momentan noch offen. In Größe und Charakter solle es am bisherigen Standort verbleiben.

Nachholbedarf sieht die SPD in Sachen Tourismus/Naherholung. Der Zweckverband "Im Tal der Murg" dümpele vor sich hin. Die Touristinfo im Bahnhof müsse inhaltlich und optisch aufgewertet werden. Definiert werden müsse, welche Aufgaben dort erledigt werden. Denkbar sei eine Erweiterung, "um die Touristinfo auch für Bürger interessant zu machen", so Gemeinderätin Gerlinde Stolle.

Neben diesen drei großen Projekten wollen die Sozialdemokraten weitere Themen abgecken. So sind unter anderem Besuche in Schulen geplant. Die Friedhofskonzeption steht ebenso auf der Agenda wie der Hochwasserschutz. Hinzu dürften Themen kommen, die sich erst im Laufe des Jahres herauskristallisieren.

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