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"In den nächsten 15 Jahren wird da nichts gehen"
Auf der B 462 fahren jährlich mehr als drei Millionen Fahrzeuge. Deshalb ist ein Lärmaktionsplan nötig.  Foto: Mack
21.01.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - "Der Lärmaktionsplan ist eine Pflichtaufgabe - welche Maßnahme umgesetzt wird, darüber wird der Gemeinderat beschließen, wenn es so weit ist", erläuterte Weisenbachs Bürgermeister Toni Huber. Der erarbeiteten Planung stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag einhellig zu.

Mehr als drei Millionen Kraftfahrzeuge fahren auf der Bundesstraße 462 jährlich durch Weisenbach. Daher war nach den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie und den zur Umsetzung erlassenen Verordnungen und Empfehlungen ein Lärmaktionsplan zu entwickeln, so die Begründung für das Planwerk.

Dafür ist in Baden-Württemberg die jeweilige Kommune zuständig. Der Aktionsplan wird zwar durch die Gemeinde aufgestellt, die Zuständigkeit zur Umsetzung ist jedoch nicht geregelt. Diese kann nur in enger Abstimmung mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde realisiert werden.

Der Gemeinderat hat sich in der Weisenbacher Ortsdurchfahrt für den Einbau von lärmoptimiertem Asphalt und bei Neudorf für den Einbau von offenporigem Asphalt auf der B462 ausgesprochen. Diese Vorschläge wurden vom Landratsamt Rastatt und dem Regierungspräsidium Karlsruhe befürwortet.

Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass wegen des guten Zustands der Straßendecke der Einbau von lärmarmem Asphalt erst längerfristig möglich sein wird, machte Bürgermeister Huber in der Sitzung deutlich. "In den nächsten 15 Jahren wird da nichts gehen", der Fahrbahnbelag sei noch zu gut.

Auch die Möglichkeit von zeitweisen Geschwindigkeitsbegrenzungen wurde untersucht. Möglich wären 30 km/h in der Zeit von 22 bis 6 Uhr in der Ortsdurchfahrt Weisenbach sowie 50 km/h von 22 bis 6 Uhr bei Neudorf, erläuterte Ingenieur Attila Vilanyi. Der Verkehrsfluss sei auch bei niedrigen Geschwindigkeiten gegeben. Bürgermeister Huber berichtete von Erfahrungen aus Freiburg, wo in der Innenstadt eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer herrsche, die problemlos funktioniere - auch, weil sie durch Blitzeranlagen kontrolliert werde.

Marius Eisele (CDU) merkte an, die geänderten Einwohnerzahlen in den betroffenen Bereichen in die Überlegungen mit einzubeziehen. Auch machte er darauf aufmerksam, dass in Ottenau die Kosten für die Lärmreduzierungen rund 1,4 Millionen Euro betragen hätten, in Weisenbach in der Ortsdurchfahrt lediglich 210000 Euro und bei Neudorf 60000 Euro an Investitionskosten vorgesehen seien.

An die im Aktionsplan fixierten Geltungsbereiche für eventuelle Geschwindigkeitsbegrenzungen sei man nicht zwingend gebunden, beantwortete der Bürgermeister eine Frage von Gemeinderat Dominik Strobel (CDU). Der Plan zeige auf, wo diese grundsätzlich möglich wäre. Die entsprechenden Anträge müssten dann bei den Fachbehörden gestellt werden.

Wo konkret was realisiert werde, ob es zu Geschwindigkeitsbegrenzungen und wenn ja in welchen Abschnitten kommt, das sind erst die Folgeschritte, die aus dem Aktionsplan resultieren, machte der Bürgermeister wiederholt deutlich. Auch sei es schwierig, eine Lärmreduktion für Bereiche, die nicht an der B462 liegen, zu realisieren.

Erkannt sei auch das Problem nächtlich parkender Lkw im Bereich Breitwies. Mehrfach sei es schon zu Schäden an der Straßenbeleuchtung gekommen. Die Verursacher zu ermitteln sei aber sehr schwierig. Dies sei, nach der Schließung des Parkplatzes bei Gaggenau für Lkw, dort stärker zu beobachten. "Wir sind an dem Thema dran", so Huber.

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