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Das Warten nimmt kein Ende
Da war die Badewelt noch in Ordnung. Das Foto vom Waldseebad stammt vom Juli 2015.  Foto: Arnold
28.01.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Wird die Stadt Gaggenau noch eine Entschädigung für Planungsfehler beim Bau des Naturbads Waldseebad erhalten? Diese Frage kann Bürgermeister Michael Pfeiffer auch mehr als zwei Jahre nach Beginn des Verfahrens im Herbst 2014 vor dem Landgericht Baden-Baden nicht beantworten. "Das Beweissicherungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen", sagte er am Donnerstagabend. Anlass war die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Waldseebad.

"Grafinger hat falsch geplant, dadurch ist uns ein Schaden entstanden; dafür ist eine Entschädigung zu zahlen", brachte Pfeiffer die Rechtsauffassung der Stadt auf den Punkt. Ob und wann sich das Landgericht diese Ansicht zu eigen machen wird, ist ungewiss. Anlass für die Diskussion am Donnerstagabend war eine Frage von Freundeskreismitglied Christian Köppel gewesen: "Ist da mal mit einer Entscheidung zu rechnen?", wollte er wissen; ebenso wie hoch die Entschädigung sein werde und für was sie zu verwenden sei. Mitglied Heinz Adolph fragte mit Blick auf den Planer, gegen den nicht nur in Gaggenau juristisch vorgegangen werde: "Ist von dem noch was zu holen?" Es bringe nichts, "nur um des Prozesses willen zu prozessieren".

Bad in bisheriger Form gibt es nicht mehr

Pfeiffer erläuterte: Erst wenn das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen sein werde, kann formell eine Schadensersatzklage geltend gemacht werden. Ein Anspruch auf Nachbesserung bestehe allerdings nicht mehr - weil es das Bad in seiner bisherigen Form nicht mehr gibt. Das Hochwasser vom 12. Juni 2016 hat die Anlage zerstört. Davon unberührt sei aber der Anspruch auf Erstattung der höheren Aufwendungen durch die Planungsfehler.

Die Beweisaufnahme durch das Landgericht sei ja faktisch abgeschlossen, denn alle Beweise sind durch die Fluten zerstört. "Eigentlich sind wir auch der Meinung: Es ist wirklich genug diskutiert worden, nun muss man zu einem Entschluss kommen", bekräftigte der Bürgermeister. Aber er wolle da der Entscheidung der zuständigen Richterin nicht vorgreifen. Doch 2017 werde "definitiv nicht" mit einer Entscheidung zu rechnen sein, sagte er auf Nachfrage.

Ob und wie viel von Grafinger zu holen sein könne, dazu wollte sich Pfeiffer nicht äußern: "Ich kann Ihnen heute nicht sagen, was wir überhaupt erlösen können und ob wir alles über die Versicherung geltend machen können. Aber diesen Versuch nicht zu machen, das wäre fatal."

Pfeiffer dankte ausdrücklich dem Freundeskreis um Vorsitzende Sabine Arnold, dass vor und auch nach dem 12. Juni "supertolle Arbeit" geleistet worden sei. "Ich fand es vor allem ganz toll, wie engagiert der Verein nach der Havarie war. Dafür möchte ich einfach mal recht herzlich danke sagen. Man hat gemerkt, wie sehr Sie mit dem Bad verwurzelt sind." Sabine Arnold entgegnete: "Wir leiden mit dem Bad."

Bürgermeister Michael Pfeiffer appellierte an die Mitglieder, auch offen zu sein für den Fall, dass vielleicht doch eine andere Richtung eingeschlagen werde als die, die der Freundeskreis für das Waldseebad favorisiere. Wie berichtet, fordert der Vorstand des Freundeskreises, das Waldseebad wiederum als ein Naturbad zu bauen. Dies nicht zuletzt mit Blick auf die Satzung. Darin heißt es: "Der Verein hat die Aufgabe, das Naturbad Waldseebad Gaggenau der Stadt Gaggenau ideell zu fördern (...)". Je nach Ergebnis in der Bäderfrage könne man "zu gegebenem Zeitpunkt" über eine Änderung der Satzung diskutieren. Gleichwohl sei ein Naturbad für den Vorstand eindeutig die erste Wahl.

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