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Hinausblicken über den Tellerrand der eigenen Ausbildung
Präsentieren ihre Eindrücke der 'Sozialen Wochen': Auszubildende des Forbacher Fettweiswerks der EnBW mit Organisatorin Karin Eschbach.  Foto: Gareus-Kugel
28.01.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (vgk) - Die sechs Auszubildenden des Rudolf-Fettweis-Werks der EnBW in Forbach fühlen sich gestärkt durch ihre Teilnahme an den "Sozialen Wochen", auch würden sie es jederzeit wieder machen. Zum achten Mal lud das Werk seine Azubis des dritten Ausbildungsjahrs dazu ein, einmal über den Tellerrand der eigenen Ausbildung hinauszublicken. Zwei Wochen arbeiteten die jungen Männer in sozialen Einrichtungen in der Region mit.

Gestern stellten sie ihre Erlebnisse den Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichsten Ausbildungsjahrgänge vor. Keiner in den vergangenen acht Jahren, eingeschlossen die jüngsten Absolventen, hätte eine Teilnahme an den "Sozialen Wochen" bereut, lautete die Feststellung. Auch wenn eine Mitwirkung freiwillig ist, "wenn es nicht geht, es wird akzeptiert", wie Organisatorin Karin Eschbach von der gemeinnützigen Agentur "Mehrwert", die das Programm begleitet, erläuterte.

Die angehenden Mechatroniker zeigten sich jedenfalls durchweg angetan von dem Engagement der Mitarbeiter in den unterschiedlichen Einrichtungen. Offen berichtete man über die gemachten Erfahrungen im Schulkindergarten Rastatt oder den Murgtal-Werkstätten in Ottenau der Lebenshilfe Rastatt-Murgtal, im Bruderhaus oder auf der Erlacher Höhe, beides Einrichtungen der Diakonie in Freudenstadt. Alle haben nach eigener Aussage etwas dazugelernt.

Niklas Schmeiser und Marcel Seidt verbrachten zwei Wochen im Bruderhaus, einer Einrichtung für alte und junge Menschen mit Benachteiligungen, Behinderungen und psychischen Erkrankungen. "Unser Ziel ist die Rehabilitation, die Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen", erläuterte Bruderhaus-Mitarbeiter Tobias Appenzeller: "Es ist eine tolle Sache, was die EnBW da macht." Akribisch listeten die beiden Azubis ihre gemachten Erfahrungen mit den dort untergebrachten Menschen auf, berichteten von zwischenmenschlichen Begegnungen sowie auch von den Eindrücken, die eine solche Tätigkeit für die eigene Persönlichkeit bedeutet. Ihr Fazit lautete: Die Leute so zu akzeptieren, wie sie sind und Geduld mit ihnen zu haben.

Voller Respekt für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher zeigte sich auch Denny Krug, der mit seinem Kollegen, dem erkrankten Heiko Merkel, Kinder mit autistischen Zügen multipler Persönlichkeiten, Downsyndrom oder aus einem schwierigen häuslichen Umfeld, im Alter von drei bis sechs betreute. Sie besuchten den Schulkindergarten Rastatt der Lebenshilfe. "Leicht war es, mit den Kindern zu spielen, schwierig war es hingegen, nicht den Geduldsfaden reißen zu lassen", erzählte Krug bei seiner Präsentation. Zusammenfassend meinte er, dass man diesem Personenkreis gegenüber etwas toleranter sein sollte. "Es war alles sehr interessant, ich habe viel mitgenommen." Dieser Aussage konnte sich auch Alexander Schleicher anschließen, der in den Murgtal-Werkstätten mitarbeitete.

Beeindruckendes hatte auch Tino Wörner zu erzählen. Er engagierte sich auf der Erlacher Höhe für Wohnsitzlose und Menschen mit Suchtproblemen. Beeindruckt zeigte er sich davon, wie schnell gut situierte Menschen den Boden unter den Füßen verlieren können, wenn das Maß verloren geht.

Seit 2010 werden die EnBW-Azubis in besonders ausgewählten Einrichtungen geschickt. "Für alle Beteiligten ist es eine Win-Win-Situation", zeigt sich Karl-Heinz Wacker, zuständig für Ausbildung und Business Qualifizierung überzeugt.

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