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"Gewerbegebiet am Pionierweg"
Die weiß umrandete Dreiecksfläche zeigt das umstrittene Gebiet in Ottenau. Der rote Pfeil markiert die Hallen von Altpapierhändler Jürgen Hurrle.  Foto: Walter
30.01.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red)/tom) - Die CDU Gaggenau spricht sich für ein Gewerbegebiet im Pionierweg aus. Das Gerichtsurteil gegen das Mischgebiet habe gezeigt, dass die Hürden für ein solches höher liegen als erwartet. "Da in Gaggenau vorerst keine Flüchtlingsunterkünfte mehr gebraucht werden, sollte man diese Fläche für die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben nutzen", teilte Stadtverbandsvorsitzender Sebastian Schillinger gestern mit.

Zum einen sei die Fläche im Pionierweg für Häuslebauer wenig ansprechend, zum anderen gebe es Bedarf an Gewerbeflächen. Das habe ein Besuch der CDU bei dem Betrieb Holzbau und Rollladenbau Hurrle nochmals verdeutlicht. Die Geschäftsführer sind auf der Suche nach einem neuen Standort, da ihr Betrieb in einem Wohngebiet liege - mit allen damit verbundenen Einschränkungen. Gleichzeitig fehlten am derzeitigen Standort Entwicklungsmöglichkeiten (wir berichteten).

"Die CDU hofft, dass die Stadt alles unternimmt, um diesen beiden sowie weiteren engagierten und interessierten Unternehmern Entwicklungsmöglichkeiten in Gaggenau zu bieten und eine Abwanderung zu verhindern", bekräftigt Ortsverbandsvorsitzende Sabine Arnold. Dazu sollte die Stadt nicht in Revision gehen, sondern vielmehr beginnen, die planungs- und verwaltungsrechtlichen Weichen für eine Änderung des Bebauungsplans zu stellen.

Wie berichtet, hat die Stadt vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim Anfang Januar eine Niederlage erlitten. Der Bebauungsplan für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft in Ottenau zwischen Pionierweg und dem Hartplatz bei der Merkurschule wurde für unwirksam erklärt. Damit folgte der 3. Senat einem Antrag von Altpapierhändler Jürgen Hurrle. Sein Betrieb liegt in Nachbarschaft zu der geplanten Unterkunft.

Der Bebauungsplan setzte auf rund 6000 Quadratmetern ein Mischgebiet fest. Bis vor wenigen Monaten war dort eine mittlerweile abgerissene Unterkunft für Asylbewerber und Obdachlose. Jürgen Hurrle hatte sich mit seinem Normenkontrollantrag gegen den Bebauungsplan gewandt: Das vorgesehene "Mischgebiet" könne an dieser Stelle nicht verwirklicht werden, da die geplante Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkunft diesem entgegenstehe. Denn ein mischgebietstypisches Nebeneinander der Nutzungsarten Wohnen und Gewerbe sei angesichts des Bauvorhabens nicht möglich. Darüber hinaus fürchtet er Einschränkungen für seinen Betrieb: Denn die von dort ausgehenden Lärmemissionen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden.

"Wir wollen an den Pionierweg. Die Stadtverwaltung weiß schon lange, dass wir gerne dorthin verlagern würden", hatte Jens Tschirner im BT-Gespräch argumentiert. Er ist Geschäftsführer der Rollladenbau Hurrle GmbH & Co. KG; Simon Baumann ist Geschäftsführer der Holzbau Hurrle GmbH & Co. KG. Beide Betriebe haben nichts mit Altpapierhändler Hurrle zu tun.

Spätestens Anfang 2018 wollen Tschirner und Baumann mit ihren 24 Mitarbeitern ihren Standort (rund 3500 Quadratmeter) an der Viktoriastraße verlassen haben, sagen Baumann und Tschirner. Wenn sie in Gaggenau nichts finden, "dann gehen wir halt nach Muggensturm", machten sie klar.

Rund 6000 Quadratmeter umfasst die Fläche in Ottenau. "4000 bis 5000 Quadratmeter" würden sie locker übernehmen wollen, betonen Tschirner und Baumann, "gerne sofort, das weiß die Stadt", sagt Jens Tschirner.

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