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Schwarzwaldverein bald in neuem Gemäuer
Richard Herzig (Bildmitte im Hintergrund) zeichnet Erich Kalmbacher (von links), Bruno Graf, Wolfgang und Ineke Pfingst, Irmgard Fiedler und Werner Grehl aus. Foto: Uebel
31.01.2017 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ueb) - Vielleicht schauten sich manche Vereinsmitglieder während der Jahreshauptversammlung mit etwas Wehmut im Vereinsheim um. Galt es doch, für Monate ein bisschen Abschied von der vertrauten Heimstätte des Vereins zu nehmen. Da aber die Baumängel des in die Jahre gekommenen Hauses nicht mehr tragbar sind, hatten die Mitglieder vor fast einem Jahr ganz demokratisch einem Plan zur Sanierung und teilweisem Neubau zugestimmt (wir berichteten).

Es folgte ein "turbulentes Jahr", wie der Vereinsvorsitzende Richard Herzig zu Beginn seines Rechenschaftsberichts betonte: "Mit versteckten Seitenhieben der Ablehner, heftigen Diskussionen, mangelnder Wertschätzung für die Aktionen der Befürworter." Aber Herzig konnte dennoch eine gute Bilanz ziehen: "Wir haben seither schon allerhand bewegt: Der Zufahrtsweg wurde in Eigenarbeit verbreitert, die Aufschüttung für eine neue Terrasse begonnen."

Gleich nach dem Traditionstreffen der Mittwochswanderer Anfang März beginnen der Abriss des Anbaus und das Abtragen der alten Terrasse. Die Baupläne sind genehmigt, der Statiker hat berechnet, Ausschreibungen an Firmen erfolgten. Nun gilt es, die Daumen für günstiges Bauwetter zu halten, damit bis zum Herbst zumindest die Außenarbeiten beendet werden können. Dass es sich trotz zahlreicher Eigenleistungen um kein Projekt handelt, das aus der sprichwörtlichen Portokasse finanziert werden kann, versteht sich fast von selbst. Da zahlt es sich aus, dass der Verein, mit seinem Vereinsrechner Holger Pfingst an der Spitze, von jeher auf eine gesunde Finanzierungsbasis achtete, wie die Kassenprüfung ergab. Als genauso zuträglich, was die Finanzen angeht, wertete die Vorstandschaft die Tätigkeit der Heimverwaltung durch Eva Czinder. Die Vermietungen der Immobilie an Mitglieder, aber auch an Vereinsfremde für Familien- oder Firmenfeiern trügen in gutem Maße dazu bei.

Stolz ist der Gernsbacher Schwarzwaldverein auf seine zwei Jugendgruppen, die von Elke Manz und Belinda Kolmann geleitet werden. "Daraus wird eines Tages die Zukunft des Vereins hervorgehen", zeigte sich Herzig überzeugt. Und weiter: "Ganz normal für vergleichbare Vereine sind schwankende Mitgliederzahlen, durch neugewonnene Mitglieder konnte die Gernsbacher Ortsgruppe diese Verluste ausgleichen."

Personell ergaben sich in der Vereinsspitze keine Veränderungen. Ein besonderer Dank galt jedoch Friedegard Müller und Gerhard Gallo, beide bisher für die wöchentlichen Wanderaktivitäten verantwortlich. Neu haben sich indes im vergangenen Jahr die Wegewarte aufgestellt: Harald Brost und Rainer Merkel sind regelmäßig unterwegs, um zusammen mit Helfern auf Gernsbacher Gemarkung die Begehbarkeit und Beschilderung von 350 Kilometern Wanderwegen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Die (inklusive Gästewanderer) 2691 Aktiven beider Gruppen haben im vergangenen Jahr bei insgesamt 104 Wanderungen mehr als 1054 Kilometer "erwandert".

Bruno Graf für 60-jährige Treue geehrt

Obwohl nicht mehr alle Mitglieder aktive Wanderer sind, halten viele seit Jahren ihrem Verein die Treue. Über viel anerkennendes Lob und nicht weniger Beifall konnten sich deshalb Irmgard Fiedler, Werner Grehl, Ineke und Wolfgang Pfingst (40 Jahre im Verein) freuen. Erich Kalmbacher gehört seit 50 Jahren dazu, Bruno Graf trat bereits vor 60 Jahren in den Schwarzwaldverein ein.

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