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"Volle Unterstützung für Aushängeschild"
Kultusministerin Susanne Eisenmann hat einen Heidenspaß beim Papierschöpfen mit Marco Borchardt.  Foto: Metz
02.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Gernsbach - Susanne Eisenmann packt gerne an - den Eindruck vermittelte die Kultusministerin gestern Nachmittag beim Besuch im Papierzentrum. Zum einen schöpfte die CDU-Politikerin aus Stuttgart herzlich lachend ihr eigenes Papier unter Anleitung des Technischen Lehrers Marco Borchardt. Auch an den Schulen im Land will die 52-Jährige zum anderen einiges anpacken. Dass das Gutes für die Papiermacherschule in Gernsbach verheißt, stellte sie zum Abschied klar.


Als Verfechterin der beruflichen Bildung will sie als neue Chefin der Kultusministerkonferenz der Länder den Zweig fördern. "Haben wir, das sage ich offen, bei der Allgemeinbildung in Deutschland ein Qualitätsproblem, sieht es in der beruflichen Bildung anders aus - trotzdem muss sie aber auch weiterentwickelt werden", führte die Ministerin aus und schob bei ihrer 100-minütigen Stippvisite ein dickes Lob für "die einzigartige Schule" nach, "hier sieht man, wie es richtig geht und perfekt macht!" Die Region könne "stolz sein auf das Papierzentrum", das im Herzen der Branche mit 4500 Beschäftigten im Murgtal angesiedelt sei. "Selten ist die Zusammenarbeit von Industrie und öffentlicher Hand so eng", verwies Landrat Jürgen Bäuerle auf die Unterstützung von jährlich bis zu 300000 Euro durch die Firmen. Man sattele gerne für das "Aushängeschild" noch einmal 400000 Euro drauf, "obwohl nur rund fünf Prozent der Schüler aus unserem Landkreis kommen". Für die Sanierung des Papierzentrums plant Bäuerle im Haushalt zudem Investitionen von rund zwei Millionen ein.

Eisenmann hatte nicht nur hehre Worte im Gepäck, sondern hörte sich auch die Nöte an, die sich der Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums, Stephan Meißner, und vor allem die Schulleiter Jürgen Gerstner und Bernhard Marzluf vom Herzen redeten. Der Rektor der Handelslehranstalt in Rastatt warnte wie der Papiermacherschule-Boss vor "enormen Problemen", weil es an Lehr- und Führungskräften mangele, die im Vergleich zur Industrie zu wenig verdienten. "Ein Drittel der Kollegen geht in den nächsten vier Jahren in den Ruhestand", sieht Gerstner dringenden Handlungsbedarf. Eisenmann pflichtete bei und versprach flexible Lösungen.

Nach der Führung erhielt Eisenmann zum Abschied von ihrer Parteikollegin aus dem Landtag Sylvia Felder, die in ihre Heimatstadt geladen hatte, einen "Walnussholz-Kugelschreiber aus Forbach, damit du auf deinem handgeschöpften Papier auch gut schreiben kannst". Borchardt hatte zudem Papier mit den Initialen SE als Wasserzeichen vorbereitet. Die Kultusministerin freute sich darüber und betonte zum Abschied: "Ich bin mir der Einzigartigkeit des Papierzentrums bewusst. Es ist ein absolutes Aushängeschild der beruflichen Ausbildung und hat meine volle Unterstützung."

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