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In Selbach schweigen die Kirchenglocken
06.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Wenn man von Ottenau über den Selberg kommt, fällt sie einem sofort ins Auge, die Kirche St. Nikolaus. Das Gotteshaus in der Ortsmitte von Selbach erstrahlt zum Teil in neuem Glanz. Die gelbe Fassade und die braun-roten Dachziegel stellen einen Blickfang dar. Im östlichen Teil des Gotteshauses ist deutlich zu erkennen, wie die Kirche künftig einmal aussehen wird.

Der erste Bauabschnitt der Sanierung des Gebäudes ist abgeschlossen. Aktuell läuft Abschnitt zwei. Und voraussichtlich bis zum Frühsommer dürfte auch der dritte und letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein. Dann sind insgesamt etwa 445000 Euro in die Sanierung von Kirchendach und Glockenturm investiert worden.

Im Juli des vergangenen Jahres war der Bauzaun rund um die Kirche St. Nikolaus aufgestellt worden. Im ersten Bauabschnitt wurde der vordere (östliche) Teil neu eingedeckt. Auch mussten verschiedene Balken erneuert werden, informiert Peter Kraft, Mitglied des Pfarrgemeinderats der Seelsorgeeinheit Gaggenau-Ottenau und Baubeauftragter für dieses Bauprojekt.

Mit dem Ausbau der Glocken aus dem Turm der Kirche St. Nikolaus hat der zweite Bauabschnitt der Dachsanierung begonnen. Damit schweigen bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten in Selbach die Glocken. Die Kirche St. Nikolaus verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Die älteste Glocke, die Gebetsglocke - Vos Orare - stammt angeblich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und wäre damit nach Angaben der Pfarrgemeinde "die älteste Glocke in unserer Region". Sie wurde zu Wartungsarbeiten abtransportiert.

Holzbalken sind zum Teil kaputt

Die drei übrigen Glocken wurden wie viele Glocken nach dem Zweiten Weltkrieg 1951 gegossen und ersetzten damit ältere Glocken, "die den unsäglichen Wirren der nationalsozialistischen Diktatur zum Opfer gefallen sind". Damit dürfte damals wohl auch das Ziel verfolgt worden sein, die Kirche einer ihrer Stimmen zu berauben, so die Pfarrgemeinde .

Das ist heute glücklicherweise nicht der Fall. Auch wenn in den nächsten Wochen die Glocken in Selbach schweigen werden, dient dies nur der Fortsetzung der Renovierungsarbeiten. "Und wir freuen uns schon darauf, den Klang der Glocken in ein paar Wochen wieder hören zu können", so Peter Kraft. Von der "Vos Orare" und ihren viel jüngeren Geschwistern der Christ-Königsglocke, der Josephsglocke und der Glocke des Hl. Nikolaus.

Bis es soweit ist, sind noch einige Arbeiten erforderlich. Am Turm müssen Blechriegel abgenommen werden. Zimmerer überarbeiten die Holzkonstruktion vom Turm. "Zum Teil sind die Holzbalken kaputt", betont Kraft. Details sehe man erst nach Entfernung der Blechverkleidung.

Gerade dieser zweite Bauabschnitt ist witterungsabhängig. In den vergangenen drei Wochen ruhten die Arbeiten - wegen der Kälte. Er könne keinem Arbeiter zumuten, bei diesen Temperaturen das vereiste Gerüst zu betreten, sagt Kraft. Voraussichtlich Ende März dürften die Arbeiten am Turm abgeschlossen sein - sofern uns die Witterung nicht einen weiteren Strich durch die Rechnung macht. Anschließend wird das Gerüst versetzt und der dritte und somit letzte Abschnitt in Angriff genommen. Dieser umfasst die restlichen Dacharbeiten im westlichen Bereich der Kirche.

Die Gesamtkosten in Höhe von 445000 Euro werden jeweils zu einem Drittel vom erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, von der Pfarrgemeinde und über ein Darlehen finanziert. 10000 Euro müssen über Spenden finanziert werden. "Dieses Geld ist zusammengekommen", freut sich Peter Kraft. Er dankt deshalb ausdrücklich allen Spendern, die einen wichtigen Beitrag geleistet haben.

Erhebliche Schäden waren bei einer routinemäßigen Kontrolle in der Dachwerkskonstruktion, der Eindeckung des Kirchendachs und des Glockenturms entdeckt worden,.

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