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Ein schriller Pfiff - und ab geht die Post
'Mitsingen', fordern die Gugge Gaiße aus Kieselbronn bei ihrem Auftritt in der Festhalle Reichental. Foto: Gareus-Kugel
06.02.2017 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - In der knallvollen Halle ist es laut und heiß, der Weg zur Bühne gleicht einem Slalom. Das Festival der Schrägtonmusiker "Guggis im Dorf", das alle zwei Jahre in der Festhalle von Reichental steigt, war auch diesmal für die organisierende Kapelle "Gugg! ... ä Musik us Richedal" ein voller Erfolg. Zum neunten Mal heizten am Freitagabend fünf Guggemusiken aus der Region dem Narrenpublikum mächtig ein.

Die Reichentaler Turn- und Festhalle ist der Guggitempel im Murgtal. Nirgendwo sonst sind an der Fasnacht so viel Musikfreestyler zu finden wie in dem Gernsbacher Teilort. Zwei neue Gruppen konnten in diesem Jahr verpflichtet werden, die drei anderen sind alte Bekannte und schon seit dem ersten Mal mit dabei.

Die Gugge-Nacht in dem Bergdorf hat in der Zwischenzeit Kultstatus erreicht. Für die Liebhaber der schrägen Töne und treibenden Rhythmen ist es an der Fasnacht ein Muss, dorthin zu gehen und mit Gleichgesinnten abzufeiern. Die Welt bleibt für diese Zeit außen vor und wird in ihrer Nachtruhe nicht gestört. Wer eine Hallenpause einlegt, trifft sich mit Freunden an der Bar. Vor der Festhalle passiert nicht viel. Umso lebhafter geht es im Halleninneren zu. Wie weiland Moses das Rote Meer teilte, teilen dort die bunt kostümierten Musikerinnen und Musiker mit ihrem glänzenden Blech, den großen Marschtrommeln und Trommelwägen bei ihrem Marsch vom Halleneingang vor auf die Bühne die Massen. Einmal dort angekommen, gibt es kein Halten mehr. Ein schriller Pfiff aus der Trillerpfeife des Kapellmeisters - und ab geht die Post: Stampfende Rhythmen dröhnen durch den Saal, Paukenschläge lassen den Hallenboden erzittern. Gespielt wird, was Spaß und gute Laune macht. Das Repertoire reicht von A wie "Atemlos", C wie "Country Road" über L wie "Let it be" bis zu O - aktuelle Ohrwürmer. Die Trommler geben ihr Bestes. Und geht einmal bei der wilden Notenjagd einer der Trommelstöcke verloren - macht nichts, ungerührt wird ein Neuer aus dem Köcher gezogen und weiter geht's, ohne den Takt zu verlieren.

Jede der Guggemusiken spielt ihr eigenes unverwechselbares Repertoire. Durch schiere Größe, rund 60 Musikerinnen und Musiker, und einem Sound, der fast nicht zu toppen ist, bestechen die "Dannazäpflen" aus Schielberg, einer der ersten Guggen-Gruppen in der Region. An den "Zäpflen" ist alles groß, auch der Dirigentenstab, der einem Zaunpfahl ähnelt. "Wahnsinn", meinen dazu nur die Moderatoren des Abends, Rudi Knapp und Ralf Wieland.

Von Anfang an mit dabei sind die "Buschbach-Guggen" aus Ettlingen-Oberweier. Zum ersten Mal begeisterten in Reichental die "Grenzweg Sinfoniker" vom Kniebis, die den Guggemusikreigen eröffneten. Ebenso erstmalig mit dabei waren die in glitzerndes Grün gehüllten Mitglieder der "Gugge Gaiße" aus Kieselbronn. Auch diese Gruppierung fand nicht im gesamten Platz auf der Hallenbühne. Das Schlagwerk musste unten bleiben. Zu hören waren die Notenschubser dennoch.

Die "Tanz-Himbeergeister" aus Unzhurst gönnten mit gekonnter Choreografie den vom Tanzen glühenden Publikumsfußsohlen eine erste Pause. Warten musste das Narrenvolk hingegen auf den Auftritt der "Tanz-Brunnberghexen", sie hatten ihren Auftritt ganz zum Schluss - vor dem großen Finale mit Powermusik von den Gastgebern "Gugg!... ä Musik us Richedal".

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