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Durchfahrt nur "im Extremfall" möglich
Auf diesem Bauplatz in der Hildastraße entstehen Mehrfamilienhäuser.  Foto: Jahn
08.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Auch in Zukunft wird die Hildastraße keine Durchgangsstraße sein. Ermöglicht werden soll das durch Absperrpoller, mittels derer eine Durchfahrt verhindert wird. Mit diesem Kompromiss, vom Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen, zeigt sich die Bürgerinitiative (BI) Hildastraße offenbar zufrieden. Zumindest kamen keine Äußerungen von den sehr gut gefüllten Zuhörerreihen.

Grund für die Diskussion ist der Abriss der Gebäude des ehemaligen Hertweck-Areals zwischen der Hilda- und der Karl-Kohlbecker-Straße. Dort sollen vier Mehrfamilienhäuser entstehen. In einem wird die Gärtnerei Hertweck angesiedelt sein. Gegen den von der Stadt ins Gespräch gebrachten Lückenschluss (Durchstich der Hildastraße als Einbahnstraße zur Friedrich-Ebert-Straße) sprachen sich die Mitglieder der BI aus.

Sie befürchteten, dass die Hildastraße zur Durchgangsstraße werden könnte. Bedenken, die in einem Gespräch zwischen Vertretern der BI und Bürgermeister Michael Pfeiffer offenbar ausgeräumt werden konnten.

Der Kompromiss: In der Straßenmitte werden gegenüber der Einfahrt zu einer zu errichtenden Tiefgarage Absperrpoller eingebaut. Die Zufahrt zur neuen Tiefgarage, in der Stellplätze für die neuen Häuser entstehen, ist aus beiden Richtungen der Hildastraße möglich. Die Straße selbst wird gepflastert und als verkehrsberuhigter Bereich hergestellt. Die beiden Absperrpoller können "im Extremfall" mittels Schlüssel geöffnet werden, unterstrich Bürgermeister Michael Pfeiffer. Unter Extremfall versteht er Einsatzfahrzeuge wie die der Feuerwehr. "Es ist definitiv nicht vorgesehen, bei Umleitungen die Poller zu öffnen", so Pfeiffer. Die Straße werde als "30er-Bereich" ausgewiesen.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung ist jetzt nach Anregung von Dr. Ellen Markert (CDU) die Pflanzung von fünf Bäumen entlang der Straße in Höhe des Neubauprojekts vorgesehen. Überlegungen, den Gehweg nicht entlang der neuen Gebäude, sondern auf der gegenüberliegenden Seite zu errichten, gab es nicht, so Pfeiffer auf eine entsprechende Frage von Stefan Schwaab (SPD). Man brauche den Gehwegbereich auch als Fläche zum Ein- und Ausfahren zu den oberirdischen Stellplätzen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sei dies zu eng. Zudem hätte es sonst Probleme mit den geplanten Baumpflanzungen gegeben.

Räte sprechen von gutem Kompromiss

Von einem "guten Kompromiss" sprach Rudi Drützler (CDU). Er hofft, dass auch die Anlieger damit leben können. Zur Entlastung von Goethe- und Luisenstraße regte er an, von der Friedrich-Ebert-Straße am Bahnübergang das Linksabbiegen in die August-Schneider-Straße zu ermöglichen.

"Im Prinzip haben wir den Status quo erhalten", meinte Gerd Pfrommer (SPD). Nur im Notfall würden die Poller geöffnet. Jetzt müsse man schauen, wie gemeinsam mit dem neuen Verkehrsplaner Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Schillerstraße umgesetzt werden können.

Von einer "guten Lösung" sprach auch Martin Hahn (FWG). Froh über den erzielten Kompromiss zeigte sich Eric Peplau (Bündnis 90 / Die Grünen).

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