http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Im Untergrund verrotten die Bomben
Brandbomben von 1944, gefunden 2014 am Selbacher Weg. Foto: tom/av
09.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Heiko Borscheid

Gaggenau - Bei den Begriffen Fliegerbomben oder Kampfmittelbeseitigungsdienst sträuben sich so manchem Gaggenauer die Haare. Nicht ohne Grund, denn immerhin war die Benzstadt vor über 70 Jahren zweimal Ziel großer alliierter Bombenangriffe. Nicht jede davon ist explodiert, so dass noch heute Relikte aus dieser Zeit zum Vorschein kommen - auch jüngst im Zuge des Neubaus auf dem Hertweck-Areal in der Hildastraße.

Ein Neubau in bestimmten Gebieten ruft automatisch den Kampfmittelbeseitigungsdienst auf den Plan - besonders in Gaggenau. "Es ist gerade mal 20 Jahre her, seit die Alliierten die Fotoaufnahmen der Angriffe auf Gaggenau freigegeben haben", erzählt Ulrich Konzok, der mit seiner Firma für das Bauprojekt verantwortlich ist.

Und in der Tat wurde der Fachmann, der sich vier Tage lang in der Baugrube auf die Suche machte, fündig. Mittels eines Metalldetektors konnte er die Überreste von Brandbomben ausfindig machen, die der Baggerfahrer im Anschluss ans Tageslicht brachte. "Solch ein Vorgang ist Routine. Die Reste der Bomben waren lediglich faustgroß und verrostet", relativiert Konzok den "bombastischen" Fund.

Die Piloten orientierten sich damals an der Murg und an den Bahnschienen. Diese liegen bekanntlich direkt an den neu entstehenden Wohngebäuden auf dem Gelände der Gärtnerei Hertweck. Als das Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs vor wenigen Jahren zu neuem Wohnraum umgestaltet wurde, war der Kampfmittelbeseitigungsdienst dort rund zwei Wochen im Einsatz.

Nach jedem Bombenangriff wurde das Ergebnis durch Luftaufnahmen der Alliierten dokumentiert. In erster Linie sollten die Bilder dazu dienen, das Trefferbild bei der nächsten Mission zu verbessern. Jetzt geben die Fotos Aufschluss darüber, wie sich das Streuungsgebiet über Gaggenau hinweg erstreckt.

Die Experten, die im Übrigen einige Tausend Euro mit ihrem Einsatz "verschlingen", dokumentieren die Funde akribisch und entsorgten die Überreste fachgerecht. Eine Gefahr für die Anwohner habe, so Konzok, zu keiner Zeit bestanden. In der Regel sind die Überbleibsel komplett verrottet.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Zahl der Erkrankungen durch miese Luft wird nach Ansicht eines Experten in den Städten steigen. Ein Grund für Sie, aufs Land zu ziehen?

Ja.
Nein.
Ich wohne bereits auf dem Land.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


Online-Beilagen
Aldi Sued Rastatt gültig ab 19.02.2017

Aldi Süd


Rastatt

gültig ab:
19.02.2017

Octomedia Rastatt gültig ab 22.02.2017

Octomedia


Rastatt

gültig ab:
22.02.2017

© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen