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Wegekonzept des Nationalparks in der Kritik
Wandern und Freizeitnutzung im Nationalpark - dazu wird das Wegekonzept erstellt. Foto: dpa
09.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Volles Haus am Dienstagabend im Forbacher Ratssaal: Das Interesse an der Gemeinderatssitzung war groß, stand doch das Wegekonzept im Nationalpark auf der Tagesordnung. Nationalpark-Chef Thomas Waldenspuhl und der leitende Ranger Urs Reif informierten über den aktuellen Stand, der nicht immer auf die uneingeschränkte Zustimmung der Zuhörer stieß.

Eines machte Waldenspuhl mehrfach deutlich: Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Nach durchgeführten Gesprächen mit Gemeinden, Interessengruppen, Besucherbefragungen und Bürger-Workshops besteht noch die Möglichkeit, sich bis 12. Februar am Online-Dialog zu beteiligen. Nach dessen Abschluss werden die dort eingegangenen Anregungen und Beiträge in der AG Wegekonzept erneut geprüft und abgewogen, welche Wege zu welcher Nutzung, für Wanderer, Radfahrer, Reiter oder für Kombinationsnutzungen freigegeben werden. Der Nationalparkrat wird schlussendlich über das Konzept entscheiden.

Ziel sei die Optimierung des bestehenden Wegenetzes. Es gebe viele Faktoren wie das Betretungs- und das Erholungsrecht, die das Wegekonzept beeinflussen, so der Nationalparkleiter. Im Zweifelsfall stehe aber laut Nationalparkgesetz der Schutzzweck über dem Erholungszweck, sagte Waldenspuhl. Im Nationalpark wird es ein Wegegebot geben, erläuterte er. Zusätzlich sollen aber gewisse Flächen für die Besucher freigegeben werden.

Rund 1200 Kilometer bestehende Wege gebe es im Nationalparkgebiet. Vorgesehen seien 315 Kilometer (vorher 249 Kilometer), für Wanderer, 154 Kilometer für Radfahrer (vorher 138 Kilometer) sowie 180 Kilometer zur Mischnutzung (vorher 138 Kilometer), nannte Waldenspuhl einige Zahlen. Alle asphaltierten Strecken sowie die Grenzwege des Nationalparks sind als Radwege ausgewiesen.

Bei Radfahrern seien andere Kriterien anzulegen, da diese sich schneller nähern als Wanderer und deshalb Wildtiere mehr beunruhigen würden. Ein Augenmerk liege auf dem Bestandsschutz der Auerhühner, rund 450 gebe es noch im gesamten Schwarzwald, etwa 100 im Nordschwarzwald und rund 45 im Nationalparkgebiet. Das Thema E-Bike sei bei den Planungen noch ausgeklammert, es müsse in der Weiterführung der Wegekonzeption berücksichtigt werden.

Auf Kritik aus den Zuhörerreihen stießen die Pläne, bestimmte Wege nicht mehr zur Freizeitnutzung freizugeben. Als Beispiel wurde der Radweg an der Badner Höhe genannt, der auf der bisher veröffentlichten Karte aufhöre. Dieser Bereich liege nicht im Nationalpark, sondern auf Gelände der Murgschifferschaft, so die Begründung. Als problematisch wird die fehlende Radweg-Verbindung von Hundsbach nach Herrenwies über Drei-Kohl-Platten ohne eine Kreuzung der Landstraße L80b gesehen. Gefordert wurde von der CDU eine klare Positionierung zum Wegekonzept. In seiner jetzigen Form war "Gegenwind" aus den Reihen des Rats und der Bevölkerung für das Konzept bei der Sitzung zu spüren. Man werde sich mit dem Thema noch einmal beschäftigen, so Bürgermeisterin Katrin Buhrke. Eine Abstimmung des Gemeinderats ist nicht vorgesehen. Die Entscheidung wird im Nationalparkrat gefällt, dort ist Forbach in Person der Bürgermeisterin vertreten.

Die Beteiligung am Online-Dialog ist auf der Webseite des Nationalparks über den Button "Dialog-Plattform" möglich.

www. schwarzwald-

nationalpark.de

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