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Röhrl sofort umlagert
09.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Gernsbach - Karlheinz Rheinschmidt lässt "sein Mittagsschläfchen sausen", Bernhard Hornung stempelt kurzerhand beim Benz in Gaggenau zur Mittagspause aus und hetzt nach Gernsbach, um zu sehen, wie die Rallye-Fahrer bei der Histo-Monte einstempeln. Knapp 150 Schaulustige scharen sich gestern Nachmittag um die 82 Oldtimer, die am Wohnmobilstellplatz "Murginsel" kurz halten und dann in Richtung Lichtental weiterbrausen.

Bewegung kommt in die Masse, als der Audi Quattro mit der Startnummer 8 einbiegt: Walter Röhrl! Sofort ist der Wagen des einzigen deutschen Rallye-Weltmeisters umlagert. Der gewohnt freundliche 69-Jährige öffnet die Tür und schreibt fleißig Autogramme auf Mützen, sogar eine Radkappe und Bilder, während er zwischendurch immer wieder mit dem Quattro ein paar Meter weiter in Richtung Zeitnehmer rollt. Für Werner Gerstner ist das Treffen ein ganz besonderer Moment. Der Gernsbacher nahm 1982 bis 1984 selbst an der Rallye Monte Carlo teil. Der 68-Jährige hält Röhrl die Aufzeichnungen seines Copiloten Christian Geistdörfer unter die Nase, die kryptisch den Weg über den Col de Turini beschreiben.

"Ohne Röhrl und Audi hätten wir es damals nicht geschafft", erinnert sich Manfred Gerstner, der als Mechaniker seinen Bruder bei der legendären "Monte" unterstützte. "Weil das Startgeld allein 4000 Mark kostete und wir uns kein Hotelzimmer leisten konnten, ließ uns Röhrl auch mal auf seinem Zimmer duschen", erinnert sich der 70-Jährige und schiebt nach, "und wir durften immer beim Audi-Tross drei Stunden später schrauben, wenn Röhrl durch war."

Aber nicht nur für die Gerstners ist der Zwischenstopp "ein Highlight". Karlheinz Kübler findet es "eine tolle Geschichte fürs Murgtal", dass 20 alte Porsche, mehrere BMW, Mercedes, Alfa oder Maserati von Loffenau über Gernsbach nach Baden-Baden düsen. Gut erinnert sich der Gernsbacher an "alte Schlossbergrennen, als wir als Jugendliche im Wald herumrannten, während die Flitzer manchen spektakulären Unfall bauten".

Während Rheinschmidt am liebsten einen der alten Alfas mit nach Hause in die Garage nehmen würde, steht die bei Hornung bereits voll. "Ich habe zwei Oldtimer daheim: einen MG A von 1959 und einen MG TD von 1952", berichtet er. Damit würde er das Feld der 21. Histo-Monte des Automobilclubs von Deutschland (AvD) weiter aufwerten - doch "1700 Kilometer bis Monaco sind mir zu weit. Ich fahre vier-, fünfmal im Jahr Oldtimer-Rallyes mit kürzeren Distanzen, maximal 400 Kilometer", erzählt Hornung, bevor er wie die automobilen Stars aufs Tempo drückt. Er muss wieder im Benz einstempeln.

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