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Glocken schweigen bis Ostern
11.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Die Kirchenglocken ertönen nicht, und auch die Kirchturmuhr steht still. Ungewohnt für die Ottenauer, die auf das gewohnte Läuten momentan verzichten müssen. Der Grund: Im Turm der Pfarrkirche St. Jodocus sind umfangreiche Arbeiten im Gange.

Errichtet wurde die Kirche von 1904 bis 1906, Ottenau war damals eine aufstrebende Gemeinde. Insbesondere durch das Benzwerk kamen viele Menschen ins Murgtal. Deshalb entstand auch ein großes Gotteshaus, ausgelegt für 1200 Menschen. Obwohl es sich bei dem neugotischen Bau um eine recht neue Kirche handelt, hat auch an diesem der Zahn der Zeit genagt.

Im Kirchturm von St. Jodocus finden Arbeiten an der Glockenanlage statt, die wohl bis Ostern dauern werden. Aus diesem Grund sind derzeit weder Geläut noch Uhrenschlag samt Turmuhr in Betrieb, erklärt Mesner Johannes Merkel. Die Pfarrkirche verfügt über ein fünfstimmiges Geläut. Die Glocken 1 bis 4 wurden im Jahr 1954 von der Gießerei Hamm in Frankenthal gegossen, die kleine Glocke 5 im Jahr 1928, von der Glockengießerei Grüninger in Villingen.

Technische Mängel

Im vergangenen Jahr hat der Glockeninspektor des Erzbistums Freiburg, Johannes Wittekind, die gesamte Läuteanlage der Pfarrkirche St. Jodocus unter die Lupe genommen. Dabei traten einige technische Mängel zutage. Die Pfarrgemeinde muss für eine Ertüchtigung der Anlage sorgen.

Folgende Arbeiten und Tätigkeiten wurden bereits ausgeführt:

Statische Untersuchung des aus der Erbauungszeit stammenden Eisenglockenstuhls, insbesondere die noch vorhandenen Kriegsschäden von 1944/45.

Korrosionsschutzarbeiten am Glockenstuhl und den Zugankern des Daches.

Austausch der Stahljoche gegen Eichenholzjoche der Glocken und neue Lagerung derselben. Die Joche aus Stahl (zwei große T-Träger) wies laut Merkel Materialermüdungen auf. Auch sind an den Stahlprofilen noch Kriegsschäden, zum Beispiel Einschüsse, unter anderem auf Metallteilen deutlich erkennbar, die aus dem Ersten Weltkrieg stammen. Eichenholz ist nach Angaben des Mesners stabiler und beständiger und in älteren Kirchen weit verbreitet.

Außerdem stehen noch weitere Arbeiten an, die zum Teil derzeit ausgeführt werden. Dazu zählen die Erneuerung der Glockenklöppel und der Umbau der Antriebsmotoren auf elektronische Regelung. Ferner wird das Betonauflager komplett erneuert.

Auf der Antriebsmotorenbühne über dem Glockenstuhl ist ein Geländer angebracht worden. Auf den neuesten Stand gebracht werden die Beleuchtungsanlage und der Aufstieg, auch unter dem Aspekt der Arbeitssicherheitsvorschriften. Im Einsatz sind verschiedene Fachfirmen, unter anderem aus Schonach. Als Eigenleistung übernimmt Johannes Merkel die Elektroarbeiten. Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich laut Merkel auf etwa 45000 Euro.

Die Dauer der Arbeiten ist stark witterungsabhängig. "Aber wir gehen davon aus, dass wir zu Ostern wieder ein vollständiges, sicheres Geläut haben", sagt Merkel.

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