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Nimmt keiner ab, bleibt der Poller unten
Immer wieder defekt oder häufig auch zugeparkt ist die Zufahrtskontrolle zwischen 'Stadtterrasse' und Gänsebrunnen in Gaggenau. Foto: Borscheid
13.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Poller-Ärger und vorerst kein Ende in Sicht. "Untauglich" sei die Vorrichtung am Bahnhofplatz, schimpft Katharina Mutter. Sie ist Geschäftsführerin des Gasthauses "Post" in der nördlichen Hauptstraße. Auch ihre Gäste können über den Bahnhofplatz auf die Hinterhof-Parkplätze des Gasthauses fahren - wenn die Anlage funktioniert. Und das sei viel zu oft nicht der Fall, findet die Gastronomin.

"Die Gäste wollen reinfahren, aber es klappt halt nicht", berichtet Mutter, "und dann fahren sie wieder weg." Immer wieder ist die Anlage außer Betrieb, weil sie von Autofahrern gerammt wird. "Seit der Inbetriebnahme der versenkbaren Polleranlage im Mai 2016 hat es zahlreiche Unfälle beziehungsweise Schadensfälle gegeben, die im Wesentlichen durch nicht zufahrtsberechtigte Personen verursacht wurden", hatte die Stadtverwaltung Ende Januar eingeräumt (wir berichteten). Deshalb kam es zu zeitweisen Ausfällen der Anlage.

Und wenn sie funktioniert, dann ist es einfach nicht benutzerfreundlich, berichtet die Gastronomin: Wenn ein Gast ihres Lokals Einfahrt begehrt, muss er den entsprechenden Klingelknopf an der Einfahrt drücken. Bei Katharina Mutter klingelt dann das Telefon. Sie muss dann nur die "7" drücken, dann senken sich die Poller, der Kunde kann auf den Parkplatz fahren, dann gehen die Poller wieder hoch. So weit die Theorie.

Und die Praxis: "Ich kann nicht immer sofort einen Anruf entgegennehmen", erklärt Katharina Mutter. Zwar habe sie das Mobiltelefon meistens bei sich. "Aber wenn ich eine Bestellung aufnehme oder Speisen und Getränke auftrage, dann kann ich nun mal nicht gleichzeitig das Telefon bedienen." Die Folge: Der Gast wendet sein Fahrzeug und fährt woanders hin.

"Mit dicken Autos zugeparkt"

Die Ausfahrt gestaltet sich dagegen einfacher: Da senken sich die Poller automatisch und geben den Weg frei - zumindest wenn keine anderen Fahrzeuge im Weg stehen. Denn auch das habe sie häufiger beobachten müssen, sagt Katharina Mutter: "Abends und an Wochenenden ist der Platz mit dicken Autos zugeparkt." So habe sie selbst schon nach Dienstschluss vergebens versucht, mit ihrem Pkw das Areal zu verlassen. Ihrer Ansicht nach sollte die Stadtverwaltung dies durch Kontrollen unterbinden.

Darüber hinaus nutzten, so die Beobachtung von Katharina Mutter, gewitzte Autofahrer auf Parkplatzsuche die Einfahrt an der August-Schneider-Straße zwischen dem katholischen Pfarrhaus und dem asiatischen Restaurant, um so die Poller zu umfahren und das Auto abzustellen

Generell unübersichtlich sei die Ausfahrt auf die August-Schneider-Straße, wenn Busse an der Haltestelle stehen.

Immer wieder sorgen die Poller für Schlagzeilen. So Anfang November. Immerhin fünf Wochen war die Anlage da in Betrieb. Zuvor war sie von Anfang Mai bis Ende September infolge Beschädigung durch ein Fahrzeug außer Betrieb gewesen - gerade mal einen Tag nach der offiziellen Inbetriebnahme. "Zwecks besserer Erkennbarkeit" wurde die Anlage dann mit einer Ampel ausgestattet: Wer die Einfahrt passieren wollte, musste eine Transponderkarte zücken. Autofahrer wurden aber angehalten, erst loszufahren, wenn das rote Ampelsignal erloschen ist und auf der Vorderseite der "Pollerbediensäule" Grün aufleuchtet. Rot hingegen hieß: Poller fährt hoch oder ist schon ausgefahren. Weil er den Bahnhofsvorplatz widerrechtlich befuhr und nicht auf die Poller achtete, prallte zum Beispiel am 1. November gegen 21.10 Uhr ein 25-jähriger BMW-Fahrer gegen dieselben. Diese und der Pkw wurden dabei in einer Höhe von mehreren tausend Euro erheblich beschädigt.

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