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Duft salziger Seeluft weht durch die Halle
27.02.2017 - 00:00 Uhr
Von Dagmar Uebel

Gernsbach - Kaum ein Verein kann und will sich in diesen Tagen dem Brauch närrischen Treibens entziehen. So auch der Reichentaler Förderverein des Musikvereins Orgelfels, der am Wochenende zu zwei fulminanten Fasnachtssitzungen in die örtliche Turn- und Festhalle eingeladen hatte. Die Protagonisten begeisterten mit einem Programm aus pointenreichen Witzen, gut einstudierten Tänzen, fantasievollen Kostümen und mitreißender Musik.

Nachdem die Prinzengarde den Abend eröffnet und Moderatorin Julia Antkowiak die Navigation durch das Programm übernommen hatte, ergriffen Vincent Kast und Maximilian Merkel in "Sturmfreie Bude" das Mikro. Mit der Erkenntnis "Die gehen nie wieder ohne uns aus dem Haus" bilanzierten sie einen elternfreien Abend, der offenbar aus dem Ruder lief und dann doch noch entspannt endete.

Um Tiefenentspannung jedoch rangen Heike Kast und Claudia Kozlevcar (am Keyboard Saskia Hörth) in ihrem Sketch "Esothetik". Dabei sorgten bei einer entsprechenden Messe aufgeschnappte Begriffe für Verwirrung: "Lieber eine Neurose als gar keine Blume." Als nicht ganz sattelfest in juristischen Belangen erlebten die Zuschauer Claudia Wieland und Udo Klumpp in einer amüsanten Gerichtsverhandlung. Demgegenüber wussten die beiden Bienen Maja und Willi (Elke Fortenbacher und Katrin Hörth) ziemlich gut Bescheid, als sie von Besonderheiten ihrer Mitbürger und Begebenheiten in Reichental "und drum herum" berichteten. Dabei unterstützten sie im Hintergrund als Bienenfamilie die MVO-Frauen. Hausmeister Michael Klumpp fragte sich in seinem Sketch, warum früher stinknormale Fußballübertragungen heute als stundenlange Events gefeiert werden, und wie wohl Kuranyi wirklich heißen mag, wo doch Sportler Poldi, Schweini oder Waldi genannt werden.

Dem setzten Willi Klumpp und Thomas Merkel mit bemerkenswertem Bart- und sehenswertem Haarwuchs noch eine Krone auf, indem sie mit "Ja, mir sin Bauern, do druff sin ma stolz" die Reichentaler auf ihrer Seite wussten. Selbstverständlich trugen sowohl Stimmungs- und Schunkelrunden als auch der Musikbeitrag von Markus Götz und Matthias Wieland zum Wohlbefinden des Publikums bei. Fast selbstverständlich für Reichental ist ein Auftritt der "Gugg!... ä Musik us Reichental" unter der Leitung von Rudi Knapp: Starke Frauen und Männer, starke Rhythmik und ein Sound, der die Bühnenbretter zum Mitschwingen brachte.

Fünf Tanzformationen sorgten am vergangenen Wochenende mit ihren schwung- und fantasievollen Darbietungen für den begeisternden Teil des Abends. Die acht Mädchen und jungen Frauen der Prinzengarde unter der Leitung von Katrin Schmitt waren die ersten, die musikmäßig zunächst 99 Luftballons steigen ließen und damit die Stimmung in der Reichentaler Turn- und Festhalle um gleich mehrere Grade anheizten.

Dem standen die Zöglinge des Musikvereins (von Svenja Fortenbacher und Selina Rau geleitet) kaum nach. Neben ihrer kindlichen Unbefangenheit waren es ihre tierischen Kostüme, mit denen sie das Musical "König der Löwen" erleben ließen. Ein Grund, dass sie nicht um eine Zugabe herum kamen.

Genauso wie das Männerballett "Matrosen" des Musikvereins "Orgelfels", das von Seemannsträumen fantasierte: "Wir feiern tagelang, wochenlang, wir feiern manchmal ein Jahr." Beim Anblick der stattlichen Matrosengruppe (von Josefa Zapf geleitet) schien fast der Duft salziger Seeluft durch die Halle zu wehen.

Vier männliche Hexen tanzen mit

Ganz anders, als die Tänzerinnen und Tänzer des Turnvereins (Leitung Katrin Schmitt) mit ihrem Showtanz "Aladin" arabische Nächte sicht- und hörbar werden ließen und dabei nicht nur männliche Augen zum Glänzen brachten.

Mit der stimmungsvollen Darbietung der Brunnberghexen war der Abschluss der Sitzung so mitreißend, dass es kaum jemand im Saal ruhig auf seinem Platz hielt. Dabei war es für manche Gäste überraschend, dass auch vier männliche Hexen zur Gruppe gehören. Sicherlich zur Freude der Leiterinnen Jenny Schiel und Selina Wegst, aber auch zur Begeisterung des mehr als zufriedenen Publikums.

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