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Vorsätzlicher Rausch
Vorsätzlicher Rausch
04.03.2017 - 00:00 Uhr
Rastatt/Gaggenau (mo) - Wegen vorsätzlichen Vollrausches verurteilte das Amtsgericht Rastatt am Donnerstag einen 62-Jährigen aus dem oberen Murgtal zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten. Da der Beschuldigte schon mehrfach mit Trunkenheitsdelikten straffällig wurde, sah das Gericht keinen Spielraum mehr, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Weil der Mann zur Tatzeit so stark betrunken war, dass seine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit aufgehoben war, war er nicht wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angeklagt worden.

Am 5. März letzten Jahres, kurz vor 6 Uhr morgens, näherte sich die Murgtalbahn in Gaggenau auf der Fahrt Richtung Freudenstadt dem Bahnübergang Sulzbacher Straße. Als der Zug noch 80 Meter entfernt war, erkannte der Zugführer einen dunkel gekleideten Mann, der die geschlossene Bahnschranke ignorierte. Fahrrad schiebend torkelte der 62-Jährige in den Schienenbereich. Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung, stieß der Zug mit dem Rad zusammen. Nur weil die S-Bahn an dem Morgen nicht mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, sondern deutlich langsamer fuhr, konnte Schlimmeres verhindert werden.

Der 62-Jährige setzte unbeeindruckt mit dem beschädigten Rad schwankend den Weitermarsch fort. 400 Meter vom Bahnübergang entfernt nahm die Polizei ihn später fest. Eine veranlasste Blutprobe ergab 3,1 Promille. Wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde Anzeige erstattet.

Der rechtsmedizinische Sachverständige ermittelte für die Tatzeit einen maximalen Blutalkoholwert von 3,7 Promille. Beim Angeklagten handele es sich um einen Alkohol gewöhnten Menschen.

Nach der Schilderung des 62-Jährigen, den erhebliche Erinnerungslücken plagten, war er in Freudenstadt auf einer Geburtsfeier gewesen. Dort habe er im Übermaß Bier, Wein und Wodka getrunken. Auf der Heimfahrt mit der Murgtalbahn sei er eingeschlafen und habe das rechtzeitige Aussteigen verpasst. Jedenfalls würden ihm für diese Nacht fünf Stunden fehlen. Er sah wohl ein, dass er immer nur dann Probleme kriegt oder macht, wenn er zu alkoholischen Getränken greift. Und so zeigte er sich durchaus therapiewillig. Da könne er, so Richter Christoph Schaust, die Haftstrafe auch als heilsame Chance sehen, der Leber zu einer verdienten Auszeit zu verhelfen.

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