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"Überrascht und nicht wenig irritiert"
Wohin geht die Reise für das Hallenbad? Die Entscheidung über die Zukunft des Sanierungsfalls soll erst im Mai gefällt werden. Foto: Senger
30.03.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Die erste Grundsatzentscheidung in der Bäderfrage - darum geht es in der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 3. April. Nach bisherigem Stand der Dinge zeichnet sich eine Mehrheit für den Erhalt des Standorts Waldseebad ab. Für den Vorstand des VFB Gaggenau ist die Sache bereits klar: Auf seinem Sportplatzgelände an der B462 soll keinesfalls ein Schwimmbad gebaut werden. Dies teilte der Verein gestern mit.

Der VFB bezieht sich dabei auf einen Vorschlag, den die Freien Wähler dieser Tage ins Spiel gebracht hatten (wir berichteten). "Der Vorschlag der Fraktion der FWG im Gaggenauer Gemeinderat, das Hallenbad als Kombi-Bad auf dem Sportplatzgelände des VFB entlang der B462 zu platzieren, hat die Verantwortlichen überrascht und nicht wenig irritiert", berichtet Norbert Lais; er ist Vorsitzender des Vereins.

Ein Teil des Hartplatzes solle ersatzlos für einen Teil eines neuen Kombi-Bads genutzt werden; die Spielfläche mit Flutlichtanlage ginge damit komplett für den Ballsport verloren.

"Grundsätzlich sind die Überlegungen, ein neues Hallenbad aus dem Zentrum der Stadt in die Nähe eines Sportplatzgeländes zu verlagern, nicht unattraktiv", gibt Lais zu bedenken, aber: "Der VFB Gaggenau sieht jedoch keinen zwingenden Grund, dafür einen funktionierenden und besonders intensiv frequentierten Sportplatz, der in vielen Monaten des Jahres und bei längeren oder heftigeren Regenperioden oft der einzig bespielbare Platz von drei Plätzen ist, zu opfern."

Vier aktive Herrenmannschaften und sechs Jugendmannschaften des VFB benötigten den Platz derzeit für den Spiel- und Trainingsbetrieb. Darüber hinaus sei der Hartplatz fester Bestandteil aller Sportentwicklungspläne der Stadt Gaggenau gewesen und für den Spielbetrieb aller Mannschaften zugelassen worden. "Die intensive Nutzung des Gesamtgeländes, die insbesondere durch die von der Stadt gewünschte Verlagerung des Fußballvereins Türkiyemspor Selbach auf das Gelände des VFB deutlich zugenommen hat, kann durch den Wegfall dieses wichtigen Platzes nicht kompensiert werden", führt der VFB weiter an.

Der gesamte Fußballbetrieb könne auch nicht auf die beiden Rasenplätze verlagert werden. "Im Traischbachstadion würden sich die Fußballer mit den Leichtathleten treffen. Ein zeitgleiches Training ist schon jetzt nicht möglich, weil sich dies aus Gründen der Sicherheit und wegen Platzmangels verbietet." Neben den Leichtathletikgruppen des VFB trainieren die Leichtathleten des Turnerbundes Gaggenau, des Turnvereins Hörden und einige Senioren der LAG Murg im Traischbachstadion, "und es war schon jetzt nicht einfach, die Trainingszeiten aller Beteiligten so abzustimmen, dass keine Überschneidungen stattfinden."

Nach Meinung aller Experten, so Lais, wäre eine höhere Belastung der beiden Rasenflächen auf Dauer nicht möglich und würde zwangsläufig zur Unbespielbarkeit der Plätze führen oder eine Totalrenovierung erforderlich machen: "Der Verlust des Hartplatzes würde mit großer Wahrscheinlichkeit die Funktionsfähigkeit zweier Sportvereine massiv beeinträchtigen, ja schädigen und das in einem Moment, in dem die Stadtverwaltung mit Zustimmung des Gemeinderats einiges an Geld investiert hat und weitere Investitionszusagen umsetzen wird."

Norbert Lais abschließend: "Das Waldseebad muss nach Meinung der VFB-Verantwortlichen erhalten bleiben, bei der Suche für den Standort eines neuen Hallenbades würde sich der VFB-Vorstand jederzeit konstruktiv einbringen."

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