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Derzeitiger Zustand für Betriebe existenzbedrohend
Der Breitband-Ausbau im oberen Murgtal ist dringend erforderlich. Ein Konzept für die Gemeinde Forbach ist erstellt.  Foto: av / dpa
30.03.2017 - 00:00 Uhr
Von Raimund Götz

Forbach - Rund 80 Hundsbacher waren am Dienstag in das Haus des Gastes gekommen, um sich über den Stand des Breitbandausbaus informieren zu lassen. Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke, Ortsbaumeister Oliver Dietrich und Georg Wunsch, der Sachbearbeiter für den Breitbandausbau, gaben in einem einstündigen Vortrag eine Zusammenfassung über die bisherige Entwicklung des Projekts und die Möglichkeiten des Ausbaus für ein schnelles Internet.

Von der Rathauschefin war zu erfahren, dass beim Landkreis über ein Backbone-Netz, an das sich die Kommunen anschließen können, nachgedacht wird. Da die Entscheidung über ein solches kreisweites Netz voraussichtlich erst im Herbst/Winter 2017 zu erwarten sei, befasst sich die Gemeindeverwaltung Forbach mit alternativen Lösungen.

Inzwischen ist die Firma TKT beauftragt worden, ein Konzept zu erarbeiten. "Wir brauchen diese Bestandsanalyse und Grobkonzeption der Gemeinde Forbach auf dem Weg zu Förderanträgen", begründete Buhrke diesen Schritt.

Detaillierte Informationen zu dem von der TKT erstellten Masterplan gab Georg Wunsch. Anhand des Ortsplans zeigte er die Position der Hauptverteiler. In Hundsbach soll der "POP 6" beim Haus des Gastes stehen. Bestehende Hochgeschwindigkeitstrassen wie die der AVG, die bis Kirschbaumwasen führt, und die der Firma Transnet, die in Forbach endet, sowie das Netz der Telekom wurden in die Betrachtungen einbezogen.

Glasfaser empfohlen

Von der Telekom erfuhren die Planer, dass der Netzbetreiber bis 2019 das Netz in Vectoring-Technik ausbauen will. Für Hundsbach sei bei Betrachtung der lokalen Verhältnisse das Vectoring nicht geeignet. Die Leitungswege von den Verteilerstationen bis zu den Hausanschlüssen sind zu lang, um die Datenrate von 50 MB zu garantieren. Die TKT empfiehlt deshalb FTTB-Technik mit Glasfaserkabeln bis ins Haus. FTTB sei auch deshalb attraktiv, weil für diese Technik Fördersätze bis 70 Prozent erwartet werden können. Zuschüsse werden gewährt, wenn vorhandene Strukturen genutzt werden, wie in diesem Fall zum Beispiel die Leitung der Transnet oder der AVG. Und damit kommt das kreisweite "Grundgerüst", das Backbone-Netz, ins Spiel.

Leider, so erläuterte Wunsch, sei die aktuelle Planung noch nicht so detailliert. "Wir wissen noch nicht, ob wir einen Ringschluss, denkbar über den Sand, bekommen." Ein Anschuss an "Baden.Net", ein interkommunales Breitbandnetz, zu dem Bühl, Lauf, Lichtenau, Ottersweier, Rheinmünster, Seebach, Sasbach und der Baden-Airpark gehören, wäre möglich.

Haltbare Zahlen zu den Kosten konnte Wunsch noch nicht nennen. Eine Grobschätzung der TKT beziffert den Ausbau für Hundsbach auf 1,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den innerörtlichen Ausbau der Gemeinde und den alten Ortsteilen würde sich nach Abzug der Zuschüsse auf rund eine Million Euro belaufen. Hinzu kommen die Kosten für die Zuführungstrasse, die auf 400000 Euro geschätzt werden. Zum Backbone-Netz konnten noch keine zuverlässigen Zahlen genannt werden. Die ersten Schätzungen dafür belaufen sich auf 26 Millionen Euro. Berücksichtigt man auch hier die Förderung von rund 70 Prozent, bleiben noch rund acht Millionen, die der Landkreis finanzieren muss. Bisher gibt es keine Vereinbarung, wie die 23 Gemeinden an den Kosten beteiligt werden sollen.

Vor der Fragerunde wies Buhrke auf die gewaltige Größenordnung des Projekts hin. Bei der Diskussion wurde deutlich, wie nötig der Ausbau für den Forbacher Ortsteil ist. Das Breitbandnetz ist nicht nur für private Teilnehmer wichtig, für die ansässigen Betriebe ist der gegenwärtige Zustand existenzbedrohend. Den meisten Fragern ging es um das "Wann". Der Vorschlag, die Glasfaserleitung überirdisch zu verlegen, wurde mit dem Hinweis, dass es dafür keine Fördergelder gebe, verworfen.

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