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Großes Kino im Weisenbacher Bauhof
Der Keller unter dem Weisenbacher Bauhof stammt noch aus der Gründerzeit. Er ist als Kulisse bei Filmemachern ein 'Geheimtipp'.  Foto: Wörner
01.04.2017 - 00:00 Uhr
Weisenbach (mm/ww) - Wo sonst Streusalz, Filtermaterial für die Wasserversorgung sowie Bau- und Bedarfsmaterial des Bauhofs gelagert sind, entstand in den vergangenen Wochen ein "anrüchiges" Ambiente. Dort fanden Dreharbeiten zum "Dreigroschenfilm" nach Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" statt (das BT berichtete). Eine große Herausforderung, wie Weisenbachs Hauptamtsleiter Walter Wörner erläutert.

Zwei Drehtage waren im Keller des Bauhofs terminiert. Ein authentisches Ambiente aus der Gründerzeit der Ära der Firma Holtzmann finden die Filmemacher dort vor.

Normalerweise sind in den Räumen nur die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs am Werk, in dieser Woche waren dort bekannte Filmgrößen wie Tobias Moretti und Hannah Herzsprung zugange. Die Räume wurden in ein besonderes "Etablissement" umgewandelt.

Der Weisenbacher Bauhof war so zum wiederholten Mal Schauplatz für Dreharbeiten. Nach mehreren Tatort-Produktionen hat sich die ehemalige, aus der Zeit um 1890 stammende Produktionshalle mit ihren Untergeschossen zu einem "Geheimtipp" für Filmaufnahmen entwickelt. Zuletzt war vor wenigen Monaten die Stuttgarter Staatsoper für einen Filmdreh im Murgtal zu Gast.

Für den "Dreigroschenfilm" waren aufwendige Vorarbeiten erforderlich. Die Räume wurden geräumt, gesäubert, gestrichen und der Boden poliert. Szenenbildner und Requisiteure waren im Einsatz und haben aus dem Keller mit Säulen im Rastermaß aus der Gründerzeit der Firma Holtzmann in der Schlechtau die passende Location geschaffen. Dabei wurden zahlreiche Requisiten vom SWR in Baden-Baden nach Weisenbach geschafft und dort aufgebaut.

"Es war eine gute Entscheidung für die Reputation der Gemeinde, die Räume zu vermieten", resümiert Wörner. Wenn auch einige logistische Herausforderungen zu bewältigen waren. Das Set war "geschlossen", wie die betreuende Pressagentur auf BT-Anfrage mitteilte. Das bedeutet, dass keine Besucher dort dabei sein konnten, des engen Drehplans wegen. Selbst Wörner musste sich als "Hausherr" damit einverstanden zeigen, allerdings konnte er einen Blick auf die Dreharbeiten werfen.

Umfangreiche technische Vorbereitungen waren erforderlich, ehe am 28. und 29. März jeweils rund 75 Personen vor Ort waren. Akribisch legte Regisseur Joachim A. Lang Wert auf die kleinsten Details. Kostümbildner, Maskenbildner, Kameraleute, Beleuchter, Assistenten und viele mehr waren im Einsatz. Selbst für das Catering war gesorgt.

Neben den Filmstars gehörten ein Tanzensemble sowie zahlreiche Komparsen zum Darstellerteam mit rund 25 Personen. Rund 50 Personen umfasste die Crew "hinter den Kulissen". Der Film wird voraussichtlich im kommenden Jahr im Kino zu sehen sein. Man darf gespannt sein, wie sich der Weisenbacher Bauhof als Kulisse im "großen Kino" präsentiert.

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