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Das Waldseebad wird kein Kombibad
Das nahezu entleerte Waldseebad im Juli 2016. Wann und in welcher Form es wieder geöffnet wird, ist offen. Foto: av/Walter
04.04.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Hauptthema war die Neustrukturierung der Bäderlandschaft in Gaggenau: Der Gemeinderat hat dazu gestern Abend in öffentlicher Sitzung eine Reihe von grundsätzlich wichtigen Entscheidungen getroffen. Im Folgenden ein Überblick:

Was wurde entschieden?

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde gegen die Stimmen der Freien Wähler und von Christian Kientz (CDU) angenommen. Er beinhaltet drei Punkte:

Es soll kein Kombibad geben: Hallenbad und Freibad werden weiterhin an getrennten Standorten betrieben. Das heißt: Planungen zum Bau eines Kombibads werden nicht mehr verfolgt. Ein Kombibad ist die Kombination von Hallen- und Freibad an einem gemeinsamen Standort.

Als Standort für das Freibad wird das Waldseebad festgelegt. Damit sind eine Reihe von möglichen Alternativstandorten vom Tisch.

Die Entscheidung über den Standort des Hallenbads wird ausgesetzt. Das bedeutet: Es ist weiter offen, ob das jetzige Hallenbad (Murgana) im Bestand saniert wird oder ob es einen Neubau an anderer Stelle geben wird. Wann darüber entschieden werden soll, ist offen. Die Planungen werden in beide Richtungen weitergeführt.

Keine Mehrheit für Vertagung:

Ein Antrag der Freien Wähler auf Vertagung der Grundsatzentscheidung wurde abgelehnt. Die FWG argumentierte: Es würden nicht genug Zahlen und Fakten vorliegen, insbesondere bei den Kosten am Standort Waldseebad. Angesichts der Größe der Vorhaben "kommt es nun auf drei Monate auch nicht an", sagte FWG-Fraktionschef Ferdinand Hurrle.

Lediglich die Freien Wähler stimmten für ihren Antrag. Die anderen Fraktionen und die FDP machten deutlich, dass in Gaggenau wohl über kein anderes Vorhaben länger und intensiver diskutiert worden sei als über die Bäderfrage.

Grundsatzentscheidung über Waldseebad im Mai.

Der Zeitplan sieht vor: Noch im Mai dieses Jahres soll der Gemeinderat öffentlich darüber entscheiden: Wird das Freibad auch künftig ein Naturbad sein, wird es wieder ein Freibad mit chemisch-technischer Wasseraufbereitung (Chlorbad) oder wird es eine Kombination aus beidem? Bei einem "Bürgerdialog" am 6. Mai will die Stadtverwaltung den Stand der Diskussion der Bevölkerung mitteilen. Vor der Entscheidung wird der Gemeinderat am 18. Mai zu einer Klausursitzung zusammentreten.

Hintergrund der Bäderdiskussion:

Das Waldseebad ist seit 2006 ein sogenanntes Naturbad. Mit Blick auf Planungs- und Ausführungsfehler gilt das Bad in den Augen der Stadtverwaltung seit mehreren Jahren als Sanierungsfall. Gleichwohl wäre ein Betrieb noch eine Zeit lang möglich gewesen, doch die Überschwemmung nach dem Starkregen im Juni 2016 machte einen Weiterbetrieb unmöglich.

Das Hallenbad Murgana aus dem Jahr 1967 gilt seit längerem als Sanierungsfall. Es kann jedoch noch einige Jahre in Betrieb bleiben. Es liegt zentral - deshalb wurde schon in den 70er Jahren darüber nachgedacht, es wieder abzureißen, um die Innenstadt entwickeln zu können. Darüber hinaus verfügt es nur über eine 25-Meter-Bahn. Durch die Havarie des Waldseebads waren Überlegungen für ein Kombibad intensiviert worden. Da seit gestern Abend dieses Modell nicht weiter verfolgt wird, besteht auch kein akuter Zeitdruck mehr, was das Hallenbad anbelangt. Nicht zuletzt die Frage möglicher Alternativstandorte könnte sich noch als schwierig erweisen.

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