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Argwohn in Oberweier: Zusätzlicher Müll wird auf Deponie verladen
Argwohn in Oberweier: Zusätzlicher Müll wird auf Deponie verladen
07.04.2017 - 00:00 Uhr
Von Elke Rohwer

Gaggenau - Selten war die Bürgerbeteiligung an einer Ortschaftsratssitzung in Oberweier so groß wie am Mittwochabend. Kaum verwunderlich, schließlich ging es um die Anlieferung des Haus- und Sperrmülls der Stadt Bühl auf der Entsorgungsanlage "Hintere Dollert".

Dr. Jörg Peter, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Rastatt, war zur Sitzung gekommen, um sich den Fragen der Ortschaftsräte und Bürger zu stellen. "Wir geben alles, damit die Entsorgungsanlage in einem gut gepflegten Zustand ist. Wir haben Millionen investiert, um die Kundenfreundlichkeit zu steigern. Wir konnten die Investitionen tätigen, waren aber gleichzeitig in der Lage, die Gebühren um 16 Prozent zu senken, weil wir effizient und zielorientiert arbeiten", erläuterte Peter.

Der Hintergrund: Im September soll in Bühl-Vimbuch der neue Wertstoffhof in Betrieb gehen. Dann wird die benachbarte Müllumladestation der Mittelbadischen Entsorgungs- und Recyclingbetriebe (MERB), für die der Landkreis eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt Bühl hat, außer Betrieb gestellt. Dort wird bislang der Bühler Müll gepresst und zur Verbrennung nach Freiburg transportiert. Aber schon ab Januar wird der Hausmüll nach Oberweier gebracht; denn der Landkreis hatte die Entsorgung neu ausgeschrieben.

Im Herbst auch Sperrmüll aus Bühl

Peter: "Für Oberweier bedeutet das eine Erhöhung der Umschlagsmenge um zehn bis zwölf Prozent und eine zusätzliche Verkehrsbelastung von ein bis zwei Lkw pro Tag. Die Planung wird überwacht vom Regierungspräsidium."

Grundlage für die Entscheidung einer Konzentration am Standort Oberweier war ein Gutachten, aus dem hervorgeht, dass durch diesen Schritt in Oberweier nur mit unwesentlichen Veränderungen im Bereich Staub und Lärm zu rechnen sei. Dadurch habe es grünes Licht seitens des Kreistags und der Stadt Gaggenau gegeben.

Im Januar sei, so Peter, mit der Anlieferung von Hausmüll begonnen worden. In einem zweiten Schritt soll im Herbst auch Sperrmüll von Bühl in Oberweier konzentriert werden. Es soll in diesem Zusammenhang aber zu keinerlei Beeinträchtigungen kommen.

Ortsvorsteherin Rosalinde Balzer merkte an, dass es im Ortschaftsrat wenig Anklang gefunden hatte, dass dieses Gremium im Vorfeld nicht informiert worden sei. "Es sind besonders die Bürger von Niederweier, die von der Mülldeponie, dem Schmutz und dem Verkehrsaufkommen betroffen sind." Ortschaftsrat Hannes Martin (SPD) wollte wissen, wie viel Lkw zusätzlich ab Herbst täglich nach Oberweier fahren werden. "Zwei Lkw werden es täglich sein", entgegnete der Betriebsleiter.

Mehrere Bürger brachten ihren Unmut zum Ausdruck. Besonders verärgert zeigten sich Niederweierer Anwohner angesichts von Müllfahrzeugen, die eine Abkürzung nutzen und durch den Ort und die Karlsruher Straße zur Mülldeponie fahren würden und dabei Schmutz hinterließen. Auch von verbalen Konfrontationen mit uneinsichtigen Lkw-Fahrern war die Rede. Betriebsleiterin Regine Krug schlug vor, diese Müllautos umgehend in der Mülldeponie zu melden. Ein Bürger regte in Neuweier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h an, um die Strecke für Müllanlieferer unattraktiv zu machen.

"Bitte machen Sie sich stark für uns", forderte ein Niederweierer Bürger Peter auf. Dieser sicherte zu, die Angelegenheit mit OB Christof Florus zu erörtern.

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