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Nicht nur vom Kirchengebäude heißt es Abschied nehmen
Ulrike Kotz (hinten links) mit langjährigen Mitstreitern: hinten rechts Magdalena Uhl, vorne von links Martha Draub und Christine und Ljubomir Spaskovsksi. Foto: Gutmann
11.04.2017 - 00:00 Uhr
Von Barbara Gutmann

Gaggenau - Noch mag man sich nicht vorstellen, dass es schon im nächsten Jahr ruhig sein wird in der evangelischen Johanneskirche. Aber noch ist Leben dort, bis zum 1. Juni Pfarrer Ralf Velimsky in den Ruhestand geht. Kurz davor wird auch die Kirchendienerin und Leiterin des Seniorenkreises, Ulrike Kotz, verabschiedet. Bis dahin genießen Rotenfelser Senioren beider Konfessionen die monatlichen Treffen in der Johannesgemeinde, die Ulrike Kotz stets so umsichtig und liebevoll gestaltet.

Für ein volles Haus sorgte kürzlich das "20-Jährige", zu dem auch etliche Senioren vom Rentnerclub St. Laurentius gerne kamen. Das ist gelebte Ökumene, was sich seit dem Abriss des alten katholischen Gemeindehauses im Juli 2005 bis zur Einweihung des Neubaus im April 2008 so nachbarschaftlich-loyal entwickelt hat zwischen zwei Kirchengemeinden. Seither wurden die Bande enger geknüpft. So erwies sich der katholische Gemeindehaus-Neubau auch als Chance, das aus Not geborene räumliche Zusammenrücken auch auf menschlicher Ebene beizubehalten und gemeinsam die beliebten Nachmittage zu begehen. Das wird weiter so gepflegt werden, wie auch Pfarrer Velimsky in seiner kleinen Andacht in Aussicht stellte. Unabhängig davon, wie es mit dem Kirchengebäude weitergeht, das im Januar entwidmet wird.

Lauter finale Daten: Am 9. Mai gestaltet Ulrike Kotz den allerletzten Seniorennachmittag - und sie erinnert an ihren allerersten vom 4. März 1997. Den sie aushilfsweise leitete, nachdem sie am 1. Dezember 1996 als Kirchendienerin begonnen hatte und der damalige PfarrerHerrmann Ersatzfür die Seniorenkreis-Leitung suchte. "Und heute bin ich immer noch dabei", witzelt die Wahl-Gaggenauerin (seit 52 Jahren).

In die fröhliche Feier schlich sich doch leichte Wehmut. Schon beim Ständchen der "Johannesbären" unter dem Jahresmotto "Wir sind Kinder einer Welt" war die Rührung bei der Jubilarin sichtbar. Ulrike Kotz freute sich, dass fast alle geladenen Gäste gekommen waren, darunter fünf von der allerersten Garde, sowie die Vertreter des Seniorenrats, Rosalinde Balzer und Rüdiger Hess. Ralf Velimsky dankte im Schlussgebet "für das Geschenk, dass Frau Kotz schon so viele Jahre für uns mit ihrem Team so segensreich wirkt". Die offizielle Ehrung werde bei der Verabschiedung am 21. Mai geschehen, vertröstete der Geistliche die 75-jährige agile Leiterin. Diese las ein Gedicht, das die "Lebensgefährten" Glaube, Hoffnung, Liebe beinhaltet: "Diese drei waren 20 Jahre lang meine treibende Kraft." Und sie meinte über das Älterwerden: "Gemeinsam ist es leichter, die Gemeinschaft stärkt."

Auch OB Christof Florus gab seiner Wertschätzung Ausdruck: "Es ist wichtig, dass wir Glauben vermitteln und als Ökumene zusammenwirken." Voll Dank und Anerkennung war Hildegard Ehrenberg im Namen der vielen Helfer beider Konfessionen, die sie teilweise seit Beginn begleiten: "Du hast so viele Menschen fröhlich und glücklich gemacht - es war eine große Bereicherung durch dich." In den Dank aller wurde der Lebensgefährte von Ulrike Kotz einbezogen: Richard Küfner, der ihr treu zur Seite stand und unentbehrlich gewesen sei, auch in Zeiten, als beide zusätzlich als Hausmeister fungierten.

Zur Unterhaltung spielte das Seniorenorchester des Harmonikaspielrings unter Leitung von Siegfried Bleichner. Auch er war gerührt: "Wir danken für deine 50 Jahre treue Mithilfe beim HSR." Extra für sie spielten die acht Musiker das Liebeslied von Cole Porter, das durch Grace Kelly und Bing Crosby berühmt wurde: "True Love". Schöner kann man nicht Danke sagen.

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