http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Die ersten Maikäfer fliegen schon im April
Geistige Nahrung verschmäht der Maikäfer - er verspeist lieber ein anderes Blatt. Foto: Georg Hentschel
12.04.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Es ist ein Maikäfer, den BT-Leser Georg Hentschel am Montag in seinem Garten entdeckt hat. Das hat Insekten-Experte Arno Schanowski bestätigt. Er arbeitet im Institut für Naturschutz und Landschaftsökologie in Vimbuch.

"Der tolle Maikäfer ist gestern Abend in meinem Garten zugeflogen", berichtete Georg Hentschel. Flugs hat er ihn auf die aktuelle Ausgabe des Badischen Tagblatts gesetzt -als Nachweis, dass es tatsächlich der 10. April war, an dem der Brummer im Langäckerweg in Bad Rotenfels zu Gast war.

Maikäfer waren in früheren Jahrzehnten gefürchtete Schädlinge - ihr massenhaftes Auftreten sorgte für großangelegte Bekämpfungsaktionen, an die sich insbesondere Menschen der Kriegsgenerationen noch erinnern.

Von einem massenhaften Auftreten kann auch in Bad Rotenfels bislang keine Rede sein, bestätigt Georg Hentschel. Vereinzelt habe er in den vergangenen Jahren einen dieser Gesellen entdeckt. Ob es zwischenzeitlich mehr geworden sind? "Ich werde heute Abend gleich nochmal gucken", versicherte er im BT-Gespräch.

Insbesondere an warmen Tagen machen sich die Tiere gerne kurz vor Sonnenuntergang auf, um sich nach kurzem Flug von Blättern zu ernähren. Als gefräßig erweisen sich auch die weißen Larven der Käfer, die Engerlinge. Sie setzen nicht nur zarten Wurzeln zum Beispiel von Gartenpflanzen zu. Wenn die Engerlinge heranwachsen, machen sie auch vor Baumwurzeln nicht halt.

In den 50er und 60er Jahren wurde durch den massenhaften Einsatz des mittlerweile verbotenen Giftes DDT der Maikäfer nahezu ausgerottet. Der Liedermacher Reinhard Mey hat 1973 der fast zu Tode gespritzten Insektenart mit dem Lied "Es gibt keine Maikäfer mehr" ein Denkmal gesetzt. Ganz ausgestorben war der Maikäfer in den vergangenen Jahren nicht; und immer wieder gibt es Warnungen über vermeintliche "Maikäferjahre", in denen mit besonders großen Schäden zu rechnen sei. Dies hängt auch mit der Entwicklung der Tiere zusammen. Sie brauchen drei Jahre, ehe sie nach Eiablage und Larvenstadium im Boden ihr nur einige Wochen währendes "überirdisches" Leben antreten.

Das frühe Auftreten im April ist indessen nicht unüblich. Die warme Witterung der vergangenen Wochen hat die Entwicklung begünstigt.

Auch in diesem Frühling wird es wohl keine Massenplage durch Maikäfer geben, beruhigt Heinz Wicht. Er ist Forstdirektor im Kreisforstamt im Landratsamt in Rastatt. Bei Bodenuntersuchungen seien für die Region keine außergewöhnlich hohen Zahlen von Engerlingen ausgemacht worden.

Der Text zu "Es gibt keine Maikäfer mehr" findet sich auf

www.reinhard-mey.de

BeiträgeBeitrag schreiben 
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Am 1. Mai wird in Deutschland der Tag der Arbeit gefeiert. Wie nutzen Sie den Tag?

Ich gehe zu einer Kundgebung.
Ich mache einen Ausflug.
Ich faulenze.
Ich arbeite.

Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen