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Große Freude über mehrere Auszeichnungen
Minister Franz Untersteller (Zweiter von links) wird von Dr. Christof Maisch (Dritter von links) bei Protektor begrüßt.  Foto: uj
21.04.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Was veranlasst einen Minister, einer Firma in Gaggenau einen Besuch abzustatten? "Ein Unternehmen, das ich letztes Jahr auszeichnen konnte, sollte ich auch besuchen. Das ist etwas anderes, als nur in der Jury zu sitzen." Das sagte Franz Untersteller (Grüne), Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, als er sich in dieser Woche über das Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co. KG informierte.

Als Familienunternehmen seit 1903 hat Protektor heute 560 Mitarbeiter europaweit, davon knapp unter 400 in Gaggenau, informierte Dr. Christof Maisch, Vorsitzender der Geschäftsführung, den Minister. In der Produktionstechnik Profilherstellung sei man europaweit die Nummer eins. Tochtergesellschaften gebe es in England und in der Türkei, man sei europaweit aktiv, so Maisch, ebenso unter anderem im nordafrikanischen Raum und in Südamerika.

"Profile für modernes Bauen" seien der Schwerpunkt des Unternehmens. Potenzial sehe man heute insbesondere in Europa. Gaggenau würden jährlich 200000 Kilometer als Profile verlassen. Putzprofile, Trockenbau/Stahlleichtbau, Fassadenprofile, Dachentwässerung sowie Beton-/Estrichfugenprofile gehörten zum Sortiment.

Besonders stolz ist man bei Protektor über verschiedene Auszeichnungen. So habe man den "Deutschen Rohstoffpreis" in Berlin verliehen bekommen. Eine Auszeichnung habe das Gaggenauer Unternehmen als "Top-Lieferant 2016" bekommen. Der Baustofffachhandel gehöre zum Kundenkreis, berichtete Maisch.

Ausgezeichnet worden seien 100 Betriebe für Ressourceneffizienz - "Protektor ist dabei", schilderte Christof Maisch mit einem gewissen Stolz, zumal als eines der ersten ausgezeichneten Unternehmen. Ziel sei es, Ressourcen zu sparen und somit einen bedeutenden Beitrag zum sorgsamen Umgang mit Rohmaterialien und Energie zu leisten.

Dies sei eines seiner Lieblingsthemen, nahm Franz Untersteller den Ball auf. Er ging auch auf die Energiekosten ein und erwähnte, dass die Strompreise in Baden-Württemberg um drei bis fünf Prozent gestiegen seien. Demgegenüber stehe bei den Material- und Rohstoffkosten eine Steigerung von 40 bis 50 Prozent. "Baden-Württemberg hat so gut wie keine Rohstoffe, verarbeitet aber so gut wie alles", sagte Minister Untersteller. Er wolle Leuchttürme zeigen im Land, die effizienter mit Rohstoffen umgingen - so wie Protektor. Der Minister kündigte an, gemeinsam mit der Industrie eine Denkfabrik in Baden-Württemberg auf den Weg bringen zu wollen, die sich mit Ressourceneffizienz befasse.

Anschaulich dargestellt wurde ein bei Protektor entwickeltes Materialrückführungssystem, das es ermöglicht, verfahrenstechnisch bedingt überschüssiges Kunststoff-Rohmaterial in einem energieminierten Produktionsprozess zu belassen. Dieses Projekt wurde von der Landesregierung entsprechend honoriert.

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