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"Dachse" weihen Barfußpfad ein
26.05.2017 - 07:58 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - "Die Bienen machen Honig für ihre Babys und uns Menschen", weiß der kleine Junge aus dem Kindergarten Brunnengasse. Ein Mädchen ergänzt: "Und sie bestäuben Pflanzen!" Im Chor folgt eine Aufzählung der zwölf aufgeweckten Racker, die von Äpfeln und Birnen bis Tomaten reicht.

Mit Verve schnappen sich die Schützlinge von Martina Wagner und Anne Weiler die grünen Eimerchen, lassen sich Samen von Adrian Probst einfüllen und schwärmen aus in die entlegensten Winkel der neu hergerichteten "Bienenwiese" in Loffenau - obwohl ein Bube vorher die Nase rümpfte, nachdem er sie in den mit Samen gefüllten Eimer gesteckt hatte: "Oooh, das stinkt!" Zum Schluss erhalten die Fünf- und Sechsjährigen einen Aufkleber, einen Infoflyer und vor allem noch ein paar Päckchen Samen für daheim. "Den schenke ich meiner Oma, die hat einen Garten", freut sich ein Mädchen. Auch für den Kindergarten bleiben genügend Samentütchen übrig.

Die Aktion "Bunte Blumenwiese - für blühende Vielfalt" von Natur- und Nationalpark, die Probst als Referent für die Zusammenarbeit der beiden betreut, ist in der Region beliebt. "Von Freudenstadt bis Baden-Baden gibt es viele Unterstützer. Mittlerweile haben wir rund 30 Aktionen in 25 Gemeinden durchgeführt", berichtet Probst. Der Tatendrang der Kinder kennt weiter keine Grenzen. "Wir kommen immer vorbei und gießen dann die Blumen", kündigt einer des Dutzends von Wagner und Weiler an. Regelmäßig kümmert sich aber der Bauhof um die Hege und Pflege.

Die "Dachs"-Gruppe hatte vor dem kollektiven Säen auch noch gleich den daneben liegenden Barfußpfad eingeweiht. Den hatten, wie Loffenaus Hauptamtsleiterin Daniela Tamba kindgerecht erzählte, "ein paar Opas angelegt, die immer helfen". Die Senioren des Bürgerclubs sammelten im Wald die Materialien. "Vier, fünf Leute haben an vier Terminen Anfang Mai den Barfußpfad erstellt", berichtet Helmut Möhrmann am Mittwochmorgen. Der Fraktionssprecher von SPD&Aktive Loffenauer Bürger machte bei den Arbeitseinsätzen auch gleich die Einfassung für das "Klämmerle"-Kunstwerk daneben mit.

In den Pfad füllten die Helfer "natürliche Schüttungen aus dem Wald" ein. Douglasienrinde, kleingehackte Birkenstämme, Holzsplitt aus Fichte und Tanne und Kieselsteine decken weitere Teile des mehr als zehn Meter langen Weges ab. "Nur auf Tannenzapfen mussten wir verzichten. Die trocknen aus und zerbröseln, wenn man dauernd drauftritt", weiß Möhrmann. Kosten entstanden der Gemeinde kaum - bis auf 250 Euro. "Nur der weiße Marmorkies ist nicht regional und musste gekauft werden", erzählt der Gemeinderat.

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